Keine Abnehmspritze auf Kassenrezept

Eine gesetzlich Krankenversicherte hat keinen Anspruch auf Übernahme der Kosten für eine Abnehmspritze gegenüber der Krankenkasse.

Keine Abnehmspritze auf Kassenrezept

In dem vom Sozialgericht Mainz entschiedenen Fall beantragte eine gesetzlich krankenversicherte Frau die Kostenübernahme für das Mittel „Wegovy“, was ihre Krankenkasse ablehnte.

Diese Entscheidung der Krankenkasse hat das Sozialgericht Mainz nun bestätigt und die Klage der Frau abgewiesen:

Bei „Wegovy“ handele es sich um ein Arzneimittel zur Gewichtsreduktion und damit um ein sog. „Lifestyle-Produkt“. Ein solches sei aber von der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen.

Dieser Ausschluss sei auch verfassungsgemäß, da die gesetzlichen Krankenkassen nicht durch die Verfassung verpflichtet seien, alles zu leisten, was an Mitteln zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit verfügbar sei.

Anders sei dies gegebenenfalls nur bei lebensbedrohlichen Erkrankungen. Ein solcher Fall lag hier aber nicht vor.

Sozialgericht Mainz, Urteil vom 16. Juni 2025 – S 7 KR 76/24

Bildnachweis:

  • Spritze: Myriams Fotos