Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht bei meh­re­ren selb­stän­di­gen Tätig­kei­ten

Es kann dann von einer Gesamt­tä­tig­keit eines Selb­stän­di­gen aus­ge­gan­gen wer­den, wenn es zwi­schen den ver­schie­de­nen Tätig­kei­ten des Selb­stän­di­gen einen sach­li­chen Zusam­men­hang gibt. Dabei wird vor­aus­ge­setzt, dass die­se Tätig­keits­fel­der nicht unter den Kata­log des § 2 Satz 1 Nr. 1 – 8 SGB VI fal­len, son­dern von § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI sowie einem außer­halb von § 2 SGB VI genann­ten Bereich erfasst wer­den.

Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht bei meh­re­ren selb­stän­di­gen Tätig­kei­ten

So die Ent­schei­dung des Sozi­al­ge­richts Karls­ru­he in einem Fall über die Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht Selb­stän­di­ger mit einem Auf­trag­ge­ber. Der Klä­ger ist Inha­ber eines land­wirt­schaft­li­chen Betriebs. Zusam­men mit vier wei­te­ren Gesell­schaf­tern grün­de­te er die bei­gela­de­ne B‑GmbH, deren Zweck die Errich­tung und der Betrieb einer Bio­gas­an­la­ge ist. Der Klä­ger ist an der Bei­gela­de­nen zu 41 vom Hun­dert betei­ligt und als Geschäfts­füh­rer im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen. Er bezog seit Grün­dung der Bei­gela­de­nen eine jähr­li­che Ver­gü­tung von 36.000,- Euro. Die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund stell­te fest, dass die bei der Bei­gela­de­nen aus­ge­üb­te Tätig­keit des Klä­gers als Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer selb­stän­dig aus­ge­übt wer­de. Wei­ter­hin stell­te die Beklag­te das Bestehen der Ver­si­che­rungs­pflicht für die bei der Bei­gela­de­nen aus­ge­üb­te Tätig­keit nach § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI ab dem 3. Mai 2006 fest. Ab dem 1. Janu­ar 2008 besteht kei­ne Ver­si­che­rungs­pflicht nach § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI, weil der Klä­ger im Zusam­men­hang mit sei­ner selb­stän­di­gen Tätig­keit min­des­tens einen ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mer beschäf­tigt hat. Zugleich erhob sie Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge in Höhe von 4.600,92 Euro. Nach erfolg­lo­sem Wider­spruch ist vor dem Sozi­al­ge­richt Karls­ru­he Kla­ge erho­ben wor­den.

Nach Auf­fas­sung des Sozi­al­ge­richts ist der Klä­ger in sei­ner Tätig­keit als Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer der Bei­gela­de­nen nicht ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig. Als Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge zur Fest­stel­lung der Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht kommt vor­lie­gend ein­zig § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI in Betracht. Ver­si­che­rungs­pflich­tig nach § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI in der vom 3. Mai 2006 bis 31. Dezem­ber 2007 jeweils gel­ten­den Fas­sung sind selbst­stän­dig täti­ge Per­so­nen, die im Zusam­men­hang mit ihrer selbst­stän­di­gen Tätig­keit regel­mä­ßig kei­nen ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mer beschäf­ti­gen (§ 2 Satz 1 Nr. 9 a SGB VI) und im Wesent­li­chen nur für einen Auf­trag­ge­ber tätig sind (§ 2 Satz 1 Nr. 9 b SGB VI). In der ab 01.07.2006 gül­ti­gen Fas­sung des § 2 Satz 1 Nr. 9 Buch­sta­be b SGB VI vom 29.06.2006 1 sind bei Gesell­schaf­tern die Auf­trag­ge­ber der Gesell­schaft maß­ge­bend. Als Arbeit­neh­mer gel­ten für Gesell­schaf­ter auch die Arbeit­neh­mer der Gesell­schaft (§ 2 Satz 4 Nr. 3 SGB VI).

An die­sem gesetz­li­chen Maß­stab gemes­sen hat der Klä­ger sei­ne Tätig­keit als Geschäfts­füh­rer der Bei­gela­de­nen selb­stän­dig aus­ge­übt und (im Hin­blick auf die maß­ge­ben­de bei­gela­de­ne Gesell­schaft jeden­falls) in der Zeit bis 16.09.2007 kei­nen ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mer beschäf­tigt. Jedoch ist er auf Dau­er und im Wesent­li­chen nicht nur für einen Auf­trag­ge­ber tätig gewe­sen.

Der Klä­ger übt – was zwi­schen den Betei­lig­ten auch nicht umstrit­ten ist – als Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer der Bei­gela­de­nen mit einer Betei­li­gung von 41 vom Hun­dert eine selb­stän­di­ge Tätig­keit aus. Dies hat die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund mit den Beschei­den vom 19.05.2009 fest­ge­stellt. Die Ent­schei­dung im Anfra­ge­ver­fah­ren nach § 7a SGB IV steht gleich­wer­tig neben den Ver­fah­ren einer Sta­tus­prü­fung durch die Ein­zugs­stel­len 2 und bin­det einen ande­ren Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger, soweit sie ihm – wie vor­lie­gend – bekannt gemacht wird und er sie hin­nimmt 3.

Die bei­gela­de­ne Gesell­schaft, deren Arbeit­neh­mer vor­lie­gend nach § 2 Satz 4 Nr. 3 SGB VI mit­zu­be­rück­sich­ti­gen sind, hat jeden­falls in der Zeit bis 16.09.2007 regel­mä­ßig kei­nen ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mer beschäf­tigt. Posi­tiv gewen­det ist – ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten – bereits ab 17.09.2007 von einer regel­mä­ßi­gen Beschäf­ti­gung eines ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mers aus­zu­ge­hen.

Eine regel­mä­ßi­ge Beschäf­ti­gung eines Arbeit­neh­mers im Sin­ne des § 2 Satz 1 Nr. 9 Buch­sta­be a SGB VI ist anzu­neh­men, wenn unbe­fris­te­te Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se oder befris­te­te Beschäf­ti­gun­gen mit kon­ti­nu­ier­li­cher Abfol­ge für den Selb­stän­di­gen aus­ge­übt wer­den 4. Eben­so kann bei meh­re­ren nach­ein­an­der aus­ge­üb­ten Beschäf­ti­gun­gen von einer Regel­mä­ßig­keit aus­ge­gan­gen wer­den 5. Dabei kön­nen ver­ein­zel­te Zeit­räu­me ohne Beschäf­ti­gung eines ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mers unbe­acht­lich sein, wenn sich nach der Wür­di­gung aller Umstän­de des Ein­zel­falls, auch unter Berück­sich­ti­gung sub­jek­ti­ver Anhalts­punk­te, eine immer wie­der­keh­ren­de Beschäf­ti­gung von ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mern dar­stel­len lässt 6 und eine mani­pu­la­ti­ve Ein­fluss­nah­me aus­ge­schlos­sen wer­den kann 7.

Nach Ansicht des Sozi­al­ge­richts kann vor­lie­gend bis zum 16.09.2007 nicht von der regel­mä­ßi­gen Beschäf­ti­gung eines ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mers aus­ge­gan­gen wer­den. Die Kam­mer teilt zwar inso­weit die Ansicht des Klä­gers, dass der (sub­jek­ti­ve) Umstand, sich in Zei­ten der Nicht­be­schäf­ti­gung um eine Nach­fol­ge zu bemü­hen, im Wege der Gesamt­be­trach­tung (mit) zu beach­ten ist. Es kann aber nicht davon aus­ge­gan­gen wer­den, der Klä­ger habe sich von Anfang an um eine ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gung bemüht. Nach des­sen Anga­ben im Ter­min zur münd­li­chen Ver­hand­lung hat nach der Grün­dung der Bei­gela­de­nen am 03.05.2006 zunächst (noch) die Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­pha­se für die zu errich­ten­de Bio­gas­an­la­ge bestan­den. Ein­stel­lungs­be­mü­hun­gen einer Fach­kraft, die – wie vom Klä­ger geschil­dert – für die Aus­wahl von Pro­duk­ten in der (fer­tig­ge­stell­ten) Bio­gas­an­la­ge sowie deren tech­ni­sche Über­wa­chung erfor­der­lich ist, erschei­nen jeden­falls zu Beginn des streit­ge­gen­ständ­li­chen Zeit­raums nicht nach­voll­zieh­bar. Es sind auch kei­ne tat­säch­li­chen Anhalts­punk­te erkenn­bar, ab wann genau und mit wel­chen Mit­teln die Ein­stel­lung einer Fach­kraft vor­an­ge­trie­ben wor­den ist. Vor die­sem Hin­ter­grund erach­tet das Gericht den inso­weit objek­ti­vier­ba­ren Ein­stel­lungs­tag des Herrn D am 17.09.2007 als Beginn für die regel­mä­ßi­ge Beschäf­ti­gung eines ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeit­neh­mers.

Der Zeit­raum vom 16.10.2007 bis 31.12.2007 steht einer regel­mä­ßi­gen Beschäf­ti­gung nach § 2 Satz 1 Nr. 9 Buch­sta­be a SGB VI nicht ent­ge­gen, da von einer kon­ti­nu­ier­li­chen Abfol­ge ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger Beschäf­ti­gun­gen aus­zu­ge­hen ist. Für das Sozi­al­ge­richt ist nach den glaub­haf­ten Anga­ben des Klä­gers im Ter­min zur münd­li­chen Ver­hand­lung nach­ge­wie­sen, dass Herr D, der als Fach­kraft zum Betrieb der Bio­gas­an­la­ge ein­ge­stellt wor­den ist, nur auf­grund einer (für den Klä­ger nicht zu erwar­ten­den) Aus­lands­an­stel­lung sei­ne Beschäf­ti­gung bei der Bei­gela­de­nen auf­ge­ge­ben hat. Das spe­zi­el­le Anfor­de­rungs­pro­fil an die ein­zu­stel­len­de Fach­kraft und die Über­le­gun­gen inner­halb des fami­li­är betrie­be­nen land­wirt­schaft­li­chen Unter­neh­mens zur künf­ti­gen Aus­rich­tung haben den Klä­ger bewo­gen, Herrn M ab 01.01.2008 ein­zu­stel­len. Eine mani­pu­la­ti­ve Ein­fluss­nah­me ist auf­grund die­ser Erwä­gun­gen aus­zu­schlie­ßen.

Der Klä­ger ist im streit­ge­gen­ständ­li­chen Zeit­raum nicht auf Dau­er und im Wesent­li­chen nur für einen Auf­trag­ge­ber tätig gewe­sen, weil er durch sei­ne (selb­stän­di­ge) Tätig­keit als Land­wirt wei­te­re Auf­trag­ge­ber im Sin­ne des § 2 Satz 1 Nr. 9 Buch­sta­be b SGB VI hat­te. Das Sozi­al­ge­richt stützt dies auf fol­gen­de Erwä­gun­gen:

Die von der Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts in des­sen Ent­schei­dung vom 04.11.2009 8 vor­ge­nom­me­ne Aus­le­gung hat erge­ben, dass dem Begriff „Auf­trag­ge­ber“ in § 2 Satz 1 Nr. 9 Buchst b SGB VI ein ein­deu­ti­ger Wort­sinn nicht zu ent­neh­men ist. Da eine Legal­de­fi­ni­ti­on fehlt, muss Aus­gangs­punkt der Aus­le­gung der juris­ti­sche oder jeden­falls der all­ge­mei­ne Sprach­ge­brauch sein 9. Aus Grün­den der Geset­zes­sys­te­ma­tik ist eine Prü­fung auf die Ver­hält­nis­se selbst­stän­dig Täti­ger beschränkt 10. Die Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht setzt auch nicht die indi­vi­du­el­le sozia­le Schutz­be­dürf­tig­keit des Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen vor­aus, son­dern beruht auf der Erfül­lung des for­ma­len gesetz­li­chen Tat­be­stands, in dem nach Auf­fas­sung des Gesetz­ge­bers die sozia­le Schutz­be­dürf­tig­keit typi­sie­rend ver­kör­pert ist 10. Ob die Aus­le­gung des Wor­tes „Auf­trag­ge­ber" es aber zulässt, ver­schie­de­ne neben­ein­an­der aus­ge­üb­te selbst­stän­di­ge Tätig­kei­ten jeweils getrennt von­ein­an­der ver­si­che­rungs­recht­lich zu beur­tei­len, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung vom 04.11.2009 aus­drück­lich offen gelas­sen 10.

Übt ein Selb­stän­di­ger aber meh­re­re selb­stän­di­ge Tätig­kei­ten aus, kann von einer Gesamt­tä­tig­keit aus­ge­gan­gen wer­den, (jeden­falls) wenn zwi­schen den ver­schie­de­nen Tätig­keits­fel­dern ein sach­li­cher Zusam­men­hang besteht. Dies gilt zumin­dest dann, wenn die­se nicht unter den Kata­log des § 2 Satz 1 Nr. 1 – 8 SGB VI fal­len, son­dern von § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI sowie einem außer­halb von § 2 SGB VI genann­ten Bereich erfasst wer­den. Mit Blick auf den mit § 2 Satz 1 Nr 9 SGB VI ver­folg­ten Zweck, „arbeit­neh­mer­ähn­li­che" Selb­stän­di­ge wegen ihrer (typi­sier­ten) sozia­len Schutz­be­dürf­tig­keit in die Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht ein­zu­be­zie­hen, ist nicht ver­ein­bar, den Ver­si­che­rungs­pflicht­tat­be­stand auf Per­so­nen aus­zu­deh­nen, die neben der selb­stän­di­gen Tätig­keit in einem nicht unwe­sent­li­chen Umfang einer wei­te­ren selb­stän­di­gen Erwerbs­tä­tig­keit nach­ge­hen 11, die im sach­li­chen Zusam­men­hang steht. Eine Dif­fe­ren­zie­rung und Auf­glie­de­rung selb­stän­di­ger Tätig­kei­ten wirft erheb­li­che Fra­gen zur prak­ti­schen Durch­führ­bar­keit auf 12 und stellt einen Ein­griff in die unter­neh­me­ri­schen Frei­heits­rech­te dar. Die­ser Aus­le­gung von § 2 Satz 1 Nr. 9 Buchst b SGB VI steht nach Ansicht des Sozi­al­ge­richts auch die Ent­schei­dung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 04.11.2009 nicht ent­ge­gen. Die dort ver­tre­te­ne enge Aus­le­gung des Begriffs „Auf­trag­ge­ber" betraf die Beur­tei­lung der Ren­ten­ver­si­che­rungs­pflicht einer Per­son, die neben­ein­an­der eine selb­stän­di­ge Erwerbs­tä­tig­keit und eine abhän­gi­ge Beschäf­ti­gung aus­üb­te. Wenn hin­sicht­lich der wirt­schaft­li­chen Lage des Selbst­stän­di­gen der Vor­aus­set­zung der Tätig­keit nur für einen Auf­trag­ge­ber eine Indi­zwir­kung bei­gelegt wer­den kann 13, sind für die Prü­fung des Wesent­lich­keits­merk­mals in § 2 Satz 1 Nr. 9 Buch­sta­be b SGB VI daher – soweit dafür auf die Ein­nah­men des Klä­gers abge­stellt wird – die Ein­nah­men aus selb­stän­di­ger Tätig­keit als Land­wirt und Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer in ihrer Gesamt­heit ein­zu­be­zie­hen.

Dar­an ori­en­tiert ist der Klä­ger neben sei­ner selb­stän­di­gen Tätig­keit als Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer der Bei­gela­de­nen im streit­ge­gen­ständ­li­chen Zeit­raum im wesent­li­chen Umfang als selb­stän­di­ger Land­wirt tätig gewe­sen. Die Ein­nah­men aus sei­ner Tätig­keit für die Bei­gela­de­ne belau­fen sich auf 36.000,- Euro jähr­lich. Aus dem land­wirt­schaft­li­chen Betrieb hat der Klä­ger Ein­nah­men in Höhe von 81.808,80 Euro für das am 30.06.2006 enden­de Wirt­schafts­jahr, 54.257,01 Euro für das am 30.06.2007 enden­de Wirt­schafts­jahr und 204.098,50 Euro für das am 30.06.2008 enden­de Wirt­schafts­jahr erzielt. Die Tätig­keit als Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer stellt mit­hin einen nicht unwe­sent­li­chen Umfang der zu beur­tei­len­den Gesamt­tä­tig­keit dar. Sie steht auch in einem engen sach­li­chen Zusam­men­hang mit dem land­wirt­schaft­li­chen Unter­neh­men des Klä­gers. Die Bio­gas­an­la­ge ist in räum­li­cher Nähe zu sei­ner Land­wirt­schaft errich­tet und wird mit deren Erzeug­nis­sen betrie­ben. Nach Auf­fas­sung des Sozi­al­ge­richts steht auch die gewähl­te Rechts­form der Bei­gela­de­nen als GmbH einer Zusam­men­fas­sung der Gesamt­tä­tig­keit nicht ent­ge­gen. Denn die (nicht not­wen­di­ge) Aus­glie­de­rung ist nur aus finan­zi­el­len und orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den sowie zur haf­tungs­recht­li­chen Absi­che­rung erfolgt.

Sozi­al­ge­richt Karls­ru­he, Urteil vom 20. Dezem­ber 2011 – S 9 R 718/​10

  1. BGBl. 2006, Teil I S. 1405[]
  2. vgl. dazu BSG, Urteil vom 11.03.2009 – B 12 R 11/​07 R[]
  3. vgl. zur Bin­dungs­wir­kung der Ent­schei­dung der Ein­zugs­stel­le etwa Scheer, in: juris­PK-SGB IV, 2. Aufl. 2011, § 28h SGB IV Rdnr. 64[]
  4. Fich­te, in: Hauck/​Noftz – SGB VI El. 2/​07 – § 2 Rdnr. 81[]
  5. vgl. etwa SG Lübeck, Urteil vom 20.03.2009 – S 15 R 551/​07[]
  6. SG Lübeck, eben­da[]
  7. vgl. BT-Drucks. 14/​1855 S. 6[]
  8. BSG, Urteil vom 04.11.2009 – B 12 R 7/​08 R[]
  9. BSG, Urteil vom 04.11.2009, a.a.O.[]
  10. BSG, a.a.O.[][][]
  11. vgl. auch Fich­te, a.a.O., Rdnr. 82[]
  12. vgl. dazu Buch­ner, DB 1999, S. 1502, 1504[]
  13. BSG, Urteil vom 04.11.2009[]