Zusatz­ver­sor­gung der tech­ni­schen Intel­li­genz

Beschäf­ti­gungs­zei­ten bei einem VEB Kreis­bau­be­trieb sind nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Säch­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richts kei­ne Zei­ten der Zuge­hö­rig­keit zum Zusatz­ver­sor­gungs­sys­tem der tech­ni­schen Intel­li­genz.

Zusatz­ver­sor­gung der tech­ni­schen Intel­li­genz

Die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung hat­te die Fest­stel­lung einer fin­gier­ten Zuge­hö­rig­keit zum Zusatz­ver­sor­gungs­sys­tem abge­lehnt, weil die betrieb­li­che Vor­aus­set­zung nicht vor­lie­ge. Der VEB Kreis­bau sei kein volks­ei­ge­ner Pro­duk­ti­ons­be­trieb im Bereich der Indus­trie oder des Bau­we­sens und auch kein gleich­ge­stell­ter Betrieb gewe­sen. Wie erst­in­stanz­lich bereits das Sozi­al­ge­richt Dres­den [1] hat nun auch das Säch­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt die­se Ent­schei­dung bestä­tigt.

Volks­ei­ge­ne Kreis­bau­be­trie­be haben regel­mä­ßig kei­nen mas­sen­haf­ten Aus­stoß stan­dar­di­sier­ter Neu­bau­ten nach dem for­dis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­mo­dell bzw. als Pro­duk­ti­ons­durch­füh­rungs­be­trieb betrie­ben, weil sie wegen ihres Kapa­zi­täts­zu­schnitts, ihrer Grö­ße und ihrer feh­len­den Res­sour­cen ledig­lich in gerin­gem Umfang Ersatz­neu­bau­vor­ha­ben, im Übri­gen Ein­zel­ob­jek­te und Bau­re­pa­ra­tur- und Rekon­struk­ti­ons­vor­ha­ben rea­li­siert haben. Die­se Bewer­tung deckt sich in der Regel mit den ihnen vom DDR-Recht zuge­wie­se­nen Auf­ga­ben, wie sie in der Rah­men­richt­li­nie über Auf­ga­ben sowie die Leis­tungs- und Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur volks­ei­ge­ner Kreis­bau­be­trie­be vom 29.6.1987 beschrie­ben sind, mit der ihnen nach der Sys­te­ma­tik der Volks­wirt­schafts­zwei­ge zuge­wie­se­nen Wirt­schafts­grup­pe 20270, mit den, den Woh­nungs­bau­kom­bi­na­ten auf­er­leg­ten Grö­ßen­ord­nun­gen von Neu­bau­vor­ha­ben und dem Volu­men, das dem Sta­tis­ti­schen Jahr­buch der DDR ent­nom­men wer­den kann.

Säch­si­sches Lan­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 4. Sep­tem­ber 2012 – L 5 RS 262/​12

  1. SG Dres­den, Urteil vom 23.03.2012 – S 33 R 1125/​08[]