Abtren­nung als Ver­fah­rens­feh­ler

Da Beschlüs­se über die Ver­bin­dung und Tren­nung von Ver­fah­ren (§ 73 FGO) nach § 128 Abs. 2 FGO nicht mit der Beschwer­de ange­foch­ten wer­den kön­nen und daher nicht der Beur­tei­lung der Revi­si­on unter­lie­gen (§ 124 Abs. 2 FGO), kann auch eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de grund­sätz­lich nicht auf eine angeb­lich feh­ler­haf­te Ver­fah­ren­s­tren­nung gestützt wer­den 1.

Abtren­nung als Ver­fah­rens­feh­ler

Der­ar­ti­ge Anord­nun­gen begrün­den allen­falls dann einen Ver­fah­rens­man­gel i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO, wenn das Finanz­ge­richt sie will­kür­lich –also ohne sach­li­chen Grund– erlas­sen hat oder wenn der Steu­er­pflich­ti­ge dadurch pro­zes­su­al in der Wahr­neh­mung sei­ner Rech­te behin­dert wird 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 27. April 2012 – III B 241/​11

  1. vgl. BFH, Beschluss vom 09.02.2006 – X B 138/​05, BFH/​NV 2006, 972[]
  2. vgl. etwa BFH, Urteil vom 27.09.1994 – VIII R 36/​89, BFHE 176, 289, BSt­Bl II 1995, 353; BFH, Beschluss vom 20.08.1998 – XI B 110/​95, BFH/​NV 1999, 329, m.w.N.[]