Ände­rungs­be­scheid – und die neue Tat­sa­che

Eine Tat­sa­che ist "neu", wenn sie i.S. von § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO nach­träg­lich bekannt gewor­den ist.

Ände­rungs­be­scheid – und die neue Tat­sa­che

Das ist nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs dann der Fall, wenn deren Kennt­nis nach dem Zeit­punkt erlangt wird, in dem die Wil­lens­bil­dung über die Steu­er­fest­set­zung abge­schlos­sen ist.

Grund­sätz­lich kommt es dabei auf den Wis­sens­stand der zur Bear­bei­tung des Steu­er­falls beru­fe­nen Dienst­stel­le an, wobei akten­kun­di­ge Tat­sa­chen stets als bekannt gel­ten 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 16. März 2016 – V B 89/​15

  1. vgl. zuletzt BFH, Urteil vom 08.07.2015 – VI R 51/​14, BFHE 250, 322, unter II. 1.a, Rz 14[]