Akten­ein­sicht beim Finanz­ge­richt

Das Recht der Betei­lig­ten auf Akten­ein­sicht nach § 78 Abs. 1 FGO besteht nur hin­sicht­lich der Gerichts­ak­ten und der dem Gericht vor­ge­leg­ten Akten. Bei Letz­te­ren han­delt es sich um die­je­ni­gen Akten, wel­che dem Gericht tat­säch­lich vor­lie­gen 1.

Akten­ein­sicht beim Finanz­ge­richt

Ein Recht auf Ein­sicht in die dem Gericht nicht vor­ge­leg­ten Akten besteht dem­ge­gen­über nicht 2.

Ein Ver­stoß gegen § 78 Abs. 1 FGO liegt nur dann vor, wenn dem Klä­ger Akten­ein­sicht aus­drück­lich ver­wehrt wur­de 3.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 30. Sep­tem­ber 2016 – X B 27/​16

  1. BFH, Beschlüs­se vom 16.08.1999 – VII B 131/​99, BFH/​NV 2000, 78; und vom 09.12 2004 – VII B 41/​04[]
  2. stän­di­ge höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung, vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 11.09.2013 – I B 179/​12, BFH/​NV 2014, 48, Rz 14, m.w.N.[]
  3. BFH, Beschluss vom 29.08.2013 – IX B 17/​13, BFH/​NV 2013, 1942, Rz 11[]