Anfor­de­run­gen an eine ord­nungs­ge­mä­ße Revi­si­ons­be­grün­dung

Die Zuläs­sig­keit der Revi­si­on (§ 124 Abs. 1 FGO) setzt u.a. eine dem § 120 Abs. 3 FGO genü­gen­de Begrün­dung vor­aus, die wegen unter­schied­li­cher Anfor­de­run­gen grund­sätz­lich nicht auf die Begrün­dung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de Bezug neh­men darf 1.

Anfor­de­run­gen an eine ord­nungs­ge­mä­ße Revi­si­ons­be­grün­dung

Die­se Vor­aus­set­zung ist auch erfüllt, wenn der Klä­ger ledig­lich sei­ne Aus­füh­run­gen im Ver­fah­ren über die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de wie­der­holt, sofern er sich zur Begrün­dung der Revi­si­on u.a. auf einen Ver­fah­rens­man­gel stützt.

Glei­ches gilt, wenn der Revi­sons­klä­ger zwar unzu­tref­fend die Zulas­sungs­grün­de des § 115 Abs. 2 FGO prüft, zugleich aber den inhalt­li­chen Anfor­de­run­gen an eine Revi­si­ons­be­grün­dung genügt, indem er aus­führ­lich dar­legt, wes­halb das ange­foch­te­ne Urteil der Recht­spre­chung des BFH wider­spre­chen soll 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 14. März 2017 – VIII R 39/​14

  1. vgl. BFH, Urteil vom 26.09.1995 – VII R 29/​95, BFH/​NV 1996, 385[]
  2. vgl. BFH, Urteil vom 12.05.2011 – IV R 36/​09, BFH/​NV 2011, 2092, m.w.N.[]