Betriebs­prü­fung bei ehe­ma­li­ger KG

Geht das Ver­mö­gen einer zwei­glied­ri­gen Per­so­nen­ge­sell­schaft beim Aus­schei­den eines der bei­den Gesell­schaf­ter auf den ver­blei­ben­den Gesell­schaf­ter über, so sind für das Jahr des Form­wech­sels zwei Gewer­be­steu­er­mess­be­schei­de, jeweils für die Zeit vor und nach dem Wech­sel zu erlas­sen.

Betriebs­prü­fung bei ehe­ma­li­ger KG

In einem sol­chen Fall ist eine Prü­fungs­an­ord­nung, die an die erlo­sche­ne Per­so­nen­ge­sell­schaft adres­siert ist, nicht infol­ge Unbe­stimmt­heit nich­tig, wenn der das Geschäft als Ein­zel­un­ter­neh­mer fort­füh­ren­de Gesell­schaf­ter wei­ter­hin unter der Fir­ma der Gesell­schaft auf­tritt und ande­rer­seits beim Finanz­amt dar­auf hin­weist, dass das Unter­neh­men ab dem Zeit­punkt des Form­wech­sels eine "Schein­ge­sell­schaft" dar­stellt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 13. Okto­ber 2005 – IV R 55/​04