Bewer­tung von Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten

Bei der Ablei­tung des gemei­nen Werts aus stich­tags­na­hen Ver­käu­fen (§ 11 Abs. 2 Satz 2 Alt. 1 BewG) ist, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schie­den hat, ein nach dem Bewer­tungs­stich­tag gemin­der­ter Kauf­preis maß­ge­bend, wenn bereits am Bewer­tungs­stich­tag die Vor­aus­set­zun­gen eines Min­de­rungs­rechts objek­tiv vor­han­den waren und die Min­de­rung auch spä­ter tat­säch­lich voll­zo­gen wor­den ist. § 103 Abs. 2 BewG fin­det auf die Ermitt­lung des gemei­nen Werts nicht notier­ter Antei­le gemäß § 11 Abs. 2 Satz 2 Alt. 1 BewG kei­ne Anwen­dung.

Bewer­tung von Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Janu­ar 2009 – II R 43/​07