Der gemei­ne Wert nicht bör­sen­no­tier­ter Antei­le an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten – und das Bewer­tungs­gut­ach­ten

Der gemei­ne Wert nicht bör­sen­no­tier­ter Antei­le an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten, der sich nicht aus Ver­käu­fen unter frem­den Drit­ten, die weni­ger als ein Jahr zurück­lie­gen, ablei­ten lässt, ist nach § 11 Abs. 2 Satz 2 BewG unter Berück­sich­ti­gung der Ertrags­aus­sich­ten der Kapi­tal­ge­sell­schaft oder einer ande­ren aner­kann­ten, auch im gewöhn­li­chen Geschäfts­ver­kehr für nicht­steu­er­li­che Zwe­cke übli­chen Metho­de

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Unter­neh­mens­be­wer­tung im Zuge­winn­aus­gleich – und der Liqui­da­ti­ons­wert

Der Liqui­da­ti­ons­wert (Zer­schla­gungs­wert) gilt in der Regel als unters­te Gren­ze des Unter­neh­mens­werts. Der Ansatz des Liqui­da­ti­ons­werts kommt grund­sätz­lich dann in Betracht, wenn das Unter­neh­men zur Mobi­li­sie­rung des Ver­mö­gens "ver­sil­bert" wer­den muss, um den Zuge­winn­aus­gleich zah­len zu kön­nen, oder wenn dem Unter­neh­men wegen schlech­ter Ertrags­la­ge oder aus sons­ti­gen Grün­den kei­ne güns­ti­ge

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Zuge­winn­aus­gleich – und die Bewer­tung einer frei­be­ruf­li­chen Pra­xis

Der Bewer­tung einer frei­be­ruf­li­chen Pra­xis zum Stich­tag kann im Rah­men des Zuge­winn­aus­gleichs regel­mä­ßig der Zeit­raum der letz­ten drei bis fünf Jah­re zugrun­de gelegt wer­den. Eine Zwi­schen­bi­lanz zum Stich­tag ist grund­sätz­lich nicht erfor­der­lich . Für die Bewer­tung frei­be­ruf­li­cher Pra­xen im Rah­men des Zuge­winn­aus­gleichs ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs das modi­fi­zier­te

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Akti­en­er­werb im Rah­men eines Manage­ment-Betei­li­gungs­pro­gramms

Der gemäß § 11 Abs. 2 BewG zu ermit­teln­de gemei­ne Wert nicht bör­sen­no­tier­ter Akti­en ist vor­ran­gig aus der Wert­be­stä­ti­gung am Markt abzu­lei­ten, also von dem Preis, der bei einer Ver­äu­ße­rung im gewöhn­li­chen Geschäfts­ver­kehr tat­säch­lich erzielt wur­de. Bei nicht bör­sen­no­tier­ten Akti­en kann der gemei­ne Wert grund­sätz­lich vom Wert der bör­sen­no­tier­ten gat­tungs­glei­chen Akti­en

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Unter­neh­mens­be­wer­tung bei einer Grund­be­sitz­ge­sell­schaft

Der Wert der Geschäfts­an­tei­le einer GmbH, die kei­nen Geschäfts­be­trieb hat und deren allei­ni­ger Zweck dar­in besteht, das in ihrem Eigen­tum ste­hen­de Grund­stück zu ver­wal­ten, ist wirt­schaft­lich dem Wert des Grund­stücks gleich gestellt . Dar­auf, ob ein Umge­hungs­ge­schäft vor­liegt, kommt es für die­se Bewer­tungs­fra­ge nicht ent­schei­dend an. Dass der Wert der

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Unter­neh­mens­be­wer­tung – und der anzu­wen­den­de Bewer­tungs­stan­dard

Die IDW-Stan­dards sowie die sons­ti­gen Ver­laut­ba­run­gen des Fach­aus­schus­ses für Unter­neh­mens­be­wer­tung und Betriebs­wirt­schaft (FAUB) sind aner­kann­te Exper­ten­auf­fas­sung und bil­den eine Erkennt­nis­quel­le für das metho­disch zutref­fen­de Vor­ge­hen bei der Ermitt­lung des Unter­neh­mens­wer­tes . Da es sich bei dem IDW um eine pri­va­te Insti­tu­ti­on ohne Rechts­set­zungs­be­fug­nis­se han­delt, haben die Emp­feh­lun­gen kei­ne Rechts­norm­qua­li­tät. Die

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Unter­neh­mens­be­wer­tung mit zeit­lich begrenz­ten Ergeb­nis­ho­ri­zont im Zuge­winn­aus­gleich

Mit der Fra­ge der Anwend­bar­keit des Ertrags­wert­ver­fah­rens mit einem zeit­lich begrenz­ten Ergeb­nis­ho­ri­zont bei der Bewer­tung gewerb­li­cher Unter­neh­men im Zuge­winn­aus­gleich hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Für die Bewer­tung des End­ver­mö­gens nach § 1376 Abs. 2 BGB ist der objek­ti­ve Ver­kehrs­wert der Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de am Stich­tag maß­ge­bend. Ziel der Wert­ermitt­lung ist es,

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Bör­sen­kurs und die Abfin­dung beim Squee­ze-Out

Für den Bör­sen­kurs, der bei der Fest­set­zung der ange­mes­se­nen Abfin­dung für die Über­tra­gung der Akti­en der Min­der­heits­ak­tio­nä­re nicht unbe­rück­sich­tigt blei­ben darf, ist maß­geb­lich der nach Umsatz gewich­te­te Durch­schnitts­kurs inner­halb einer drei­mo­na­ti­gen Refe­renz­pe­ri­ode vor der Bekannt­ma­chung des Squee­­ze-out . Eine Hoch­rech­nung des Bör­sen­wer­tes ent­spre­chend der all­ge­mei­nen oder bran­chen­ty­pi­schen Wert­ent­wick­lung hat jeden­falls

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Der geschlos­se­ne Immo­bi­li­en­fonds im Zuge­winn­aus­gleich

Lässt sich die Wert­hal­tig­keit eines in den Zuge­winn­aus­gleich fal­len­den Anrechts bezo­gen auf den Stich­tag nicht hin­rei­chend kon­kret bestim­men, hat der Tatrich­ter im Rah­men der gemäß § 287 ZPO durch­zu­füh­ren­den Schät­zung die ihm im Zeit­punkt sei­ner Ent­schei­dung zugäng­li­chen Erkennt­nis­mög­lich­kei­ten zu nut­zen. Im Fal­le einer spä­te­ren Liqui­da­ti­on kann der zum maß­geb­li­chen Stich­tag

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Bewer­tung eines Ver­mö­gens­ge­gen­stan­des im Zuge­winn­aus­gleich

Wird die Art und Wei­se der Bewer­tung eines Ver­mö­gens­ge­gen­stan­des vom Gesetz nicht gere­gelt, ist es Auf­ga­be des Tatrich­ters, im Ein­zel­fall eine geeig­ne­te Bewer­tungs­art sach­ver­halts­spe­zi­fisch aus­zu­wäh­len und anzu­wen­den . Lässt sich die Wert­hal­tig­keit eines in den Zuge­winn­aus­gleich fal­len­den Anrechts bezo­gen auf den Stich­tag nicht hin­rei­chend kon­kret bestim­men, hat der Tatrich­ter im

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Der gemei­ne Wert von Beleg­schafts­ak­ti­en

Der gemei­ne Wert nicht bör­sen­no­tier­ter Akti­en lässt sich nicht i.S. des § 11 Abs. 2 Satz 2 BewG aus Ver­käu­fen ablei­ten, wenn nach den Ver­äu­ße­run­gen aber noch vor dem Bewer­tungs­stich­tag wei­te­re objek­ti­ve Umstän­de hin­zu­tre­ten, die dafür spre­chen, dass die­se Ver­käu­fe nicht mehr den gemei­nen Wert der Akti­en reprä­sen­tie­ren, und es an objek­ti­ven

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Geschenk­te Gesell­schafts­an­tei­le

Wur­den wäh­rend lau­fen­der Ver­kaufs­ver­hand­lun­gen schenk­wei­se erwor­be­ne Antei­le an einer Kapi­tal­ge­sell­schaft kurz nach dem Zeit­punkt der Aus­füh­rung der frei­ge­bi­gen Zuwen­dung ver­äu­ßert, ist nach dem vor dem Jahr 2009 gel­ten­den Recht ein zu die­sem Zeit­punkt bereits ver­ein­bar­ter Min­dest­kauf­preis und nicht der nach dem Stutt­gar­ter Ver­fah­ren ermit­tel­te Anteils­wert der Bemes­sung der Schen­kungsteu­er zugrun­de

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Bewer­tung von Land­wirt­schafts­be­trie­ben bei gemein­sa­mer Tier­hal­tung

Der land- und forst­wirt­schaft­li­che Betrieb bei gemein­schaft­li­cher Tier­hal­tung (§ 51a BewG) ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch dann im ver­glei­chen­den Ver­fah­ren (§ 37 Abs. 1 Satz 1 BewG) zu bewer­ten, wenn die Eigen­flä­che aus­schließ­lich als Hof- und Gebäu­de­flä­che genutzt wird. Unge­ach­tet eines dabei für die Eigen­flä­che anzu­set­zen­den Ver­gleichs­werts von 0 DM

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Bewer­tung von Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten

Bei der Ablei­tung des gemei­nen Werts aus stich­tags­na­hen Ver­käu­fen (§ 11 Abs. 2 Satz 2 Alt. 1 BewG) ist, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schie­den hat, ein nach dem Bewer­tungs­stich­tag gemin­der­ter Kauf­preis maß­ge­bend, wenn bereits am Bewer­tungs­stich­tag die Vor­aus­set­zun­gen eines Min­de­rungs­rechts objek­tiv vor­han­den waren und die Min­de­rung auch spä­ter tat­säch­lich voll­zo­gen wor­den ist. §

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Basis­zins für das ver­ein­fach­te Ertrags­wert­ver­fah­ren

Die steu­er­li­che Bewer­tung nicht notier­ter Antei­le an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten und des Betriebs­ver­mö­gens erfolg­te seit Genera­tio­nen von Steu­er­be­ra­tern stets nach dem Stutt­gar­ter Ver­fah­ren. Nun­mehr gilt hier­für § 203 BewG, wonach die Bewer­tung anhand eines ver­ein­fach­ten Ertrags­wert­ver­fah­rens zu erfol­gen hat. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat nun den Basis­zins für die Anwen­dung des ver­ein­fach­ten Ertrags­wert­ver­fah­rens bekannt

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