Haben die Beteiligten auf mündliche Verhandlung verzichtet, ist das Finanzgericht berechtigt, „ohne weiteres“ im schriftlichen Verfahren zu entscheiden. Es ist weder verpflichtet, einen Zeitpunkt zu bestimmen, bis zu dem Schriftsätze eingereicht werden können, noch verpflichtet, den Zeitpunkt seiner bevorstehenden Entscheidung bekannt zu geben.
Das Finanzgericht war daher bei einem Verzicht auf die mündliche Verhandlung regelmäßig berechtigt, „ohne weiteres“ im schriftlichen Verfahren zu entscheiden1.
Das Finanzgericht ist weder verpflichtet, einen Zeitpunkt zu bestimmen, bis zu dem Schriftsätze eingereicht werden können, noch den Zeitpunkt seiner bevorstehenden Entscheidung bekannt zu geben2.
Bundesfinanzhof, Beschluss vom 25. Juni 2025 – XI B 13/25
- vgl. BFH, Urteil vom 02.04.1997 – X R 21/94, BFH/NV 1997, 547; BFH, Beschluss vom 24.08.1998 – XI B 126/97, BFH/NV 1999, 332, unter II.[↩]
- vgl. BFH, Beschlüsse vom 08.07.2008 – XI S 5/08 (PKH), BFH/NV 2008, 1863, unter II. 2.b cc (2); vom 15.12.2008 – VII B 24/08, BFH/NV 2009, 1124, unter 4.; BFH, Urteil vom 02.04.1997 – X R 21/94, BFH/NV 1997, 547, unter II. 1.[↩]
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