Ver­lust­vor­trag bei Ver­schmel­zung

Der Über­gang des ver­blei­ben­den Ver­lust­ab­zugs nach § 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 setzt, wie der Bun­des­fi­nanz­hof in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil in Abgren­zung zum BMF-Schrei­ben vom 25. März 1998 her­aus­stellt, nur vor­aus, dass zum Zeit­punkt der Ein­tra­gung der Ver­schmel­zung in das Han­dels­re­gis­ter die über­tra­gen­de Kör­per­schaft (irgend-)einen Geschäfts­be­trieb unter­hält, der das über­tra­gen­de Unter­neh­men noch als wirt­schaft­lich aktiv erschei­nen lässt. Nicht erfor­der­lich ist, dass die­ser Geschäfts­be­trieb mit dem Betrieb, der die Ver­lus­te ver­ur­sacht hat, iden­tisch ist und einen ver­gleich­ba­ren Umfang auf­weist.

Ver­lust­vor­trag bei Ver­schmel­zung

Der über­ge­gan­ge­ne Ver­lust­ab­zug kann von der über­neh­men­den Kör­per­schaft in dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum abge­zo­gen wer­den, in dem der steu­er­li­che Über­tra­gungs­stich­tag liegt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 29. Novem­ber 2006 – I R 16/​05