Anbau als selb­stän­di­ges Wirt­schafts­gut

Ob ein Anbau ein gegen­über dem bestehen­den Gebäu­de selb­stän­di­ges Wirt­schafts­gut dar­stellt, ist, so der BFH in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil, – vom Nut­zungs- und Funk­ti­ons­zu­sam­men­hang abge­se­hen – nach bau­tech­ni­schen Kri­te­ri­en zu beur­tei­len. Ent­schei­dend hier­für sind die sta­ti­sche Stand­fes­tig­keit der Gebäu­de­tei­le und die dazu getrof­fe­nen Bau­maß­nah­men wie z.B. eige­ne tra­gen­de Mau­ern und eige­ne Fun­da­men­te.

Anbau als selb­stän­di­ges Wirt­schafts­gut

Ein Anbau, der kei­ne eige­ne Stand­fes­tig­keit besitzt, ist kein selb­stän­di­ges Wirt­schafts­gut. Auf die Höhe der Bau­auf­wen­dun­gen, die erfor­der­lich sind, um im Fall der Tren­nung den Gebäu­de­teil (Anbau) stand­fest zu machen, kommt es nicht an.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Janu­ar 2007 – III R 49/​06