Aus­bil­dungs­frei­be­trag für hoch­be­gab­te Kin­der

Seit 2002 wird der Aus­bil­dungs­frei­be­trag in Höhe von 924 € je Kalen­der­jahr nur noch für voll­jäh­ri­ge Kin­der gewährt. Nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Köln ist die­se Alters­gren­ze zumin­dest bis ein­schließ­lich 2006 auch dann ver­fas­sungs­ge­mäß, wenn ein Kind auf­grund einer Hoch­be­ga­bung bereits vor Errei­chen der Voll­jäh­rig­keit mit einem aus­wär­ti­gen Stu­di­um beginnt. Die Alters­gren­ze stel­le eine mit dem Gleich­heits­satz des Art. 3 Abs. 1 GG ver­ein­ba­re Typi­sie­rung dar.

Aus­bil­dungs­frei­be­trag für hoch­be­gab­te Kin­der

Ob auf­grund der mitt­ler­wei­le umfas­send ein­ge­führ­ten Ver­kür­zung der Schul­zeit bis zum Abitur auf zwölf Schul­jah­re, auf­grund derer es nun öfter vor­kom­men kann, dass ein Stu­di­um noch vor der Voll­jäh­rig­keit ange­tre­ten wer­den kann, ließ das Köl­ner FG aus­drück­lich offen.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 18. März 2009 – 7 K 2854/​08