Eigen­heim­zu­la­ge auch für Grenz­pend­ler

Wie der Euro­päi­sche Gerichts­hof jetzt in einem Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­ren gegen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ent­schie­den hat, ver­stößt das deut­sche Eigen­heim­zu­la­genge­setz gegen die Art. 18 EG, 39 EG und 43 EG, soweit § 2 Abs. 1 Satz 1 des Eig­ZulG in sei­ner durch das Haus­halts­be­gleit­ge­setz 2004 geän­der­ten Fas­sung die Gewäh­rung der Eigen­heim­zu­la­ge an unbe­schränkt Ein­kom­men­steu­erpflich­ti­ge für in einem ande­ren Mit­glied­staat bele­ge­ne Immo­bi­li­en unab­hän­gig davon aus­ge­schlos­sen hat, ob dort eine ver­gleich­ba­re För­de­rung bean­sprucht wer­den kann.

Eigen­heim­zu­la­ge auch für Grenz­pend­ler

Damit kön­nen auch Grenz­pend­ler, die in Deutsch­land arbei­ten, aber im benach­bar­ten Aus­land woh­nen, bei Erfül­lung der sons­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen Eigen­heim­zu­la­ge bean­tra­gen, eben­so auch Deut­sche, die etwa bei inter­na­tio­na­len oder euro­päi­schen Behör­den tätig sind.

Euro­päi­scher Gerichts­hof, Urteil vom 17. Janu­ar 2008 – C‑152/​05