Forex Tra­ding unter­liegt der Abgel­tungs­steu­er

Forex Tra­ding ist eine der vie­len Geld­an­la­ge­me­tho­den, bei der es mehr­heit­lich deut­lich spe­ku­la­ti­ver zugeht als bei ver­gleich­ba­ren Metho­den aus dem Akti­en- und Fonds­be­reich. Eine Gemein­sam­keit hat das Forex Tra­ding dann aber doch mit allen ande­ren, denn auch hier wer­den Kapi­tal­erträ­ge erzielt. Daher müs­sen Anle­ger beim Forex Tra­ding unbe­dingt die Abgel­tungs­steu­er beach­ten.

Forex Tra­ding unter­liegt der Abgel­tungs­steu­er

Zusam­men­fas­sung: Was genau ist Forex Tra­ding eigent­lich?

Teilt man die Bezeich­nung die­ser Geld­an­la­ge in bei­de Bestand­tei­le auf, so ist schon ein­mal klar, dass es sich beim Tra­ding um das The­ma Han­del dre­hen muss. Forex ist wie­der­um die Kurz­fas­sung von "For­eign Exchan­ge", was Deutsch über­setzt "Devi­sen" heißt. Bei­de deut­schen Begrif­fe ver­bun­den, han­delt es sich beim Forex Tra­ding also um einen Devi­sen­han­del. Beim Devi­sen­han­del han­delt man Wäh­run­gen, wofür Focus Online eini­ge Bei­spie­le lie­fert. Man tauscht also Euro in US-Dol­lar und wie­der zurück, um über die jewei­li­gen Wech­sel­kur­se Gewin­ne zu erzie­len. Dabei spe­ku­liert man dar­auf, dass sich der Kurs zwi­schen Ankauf und Ver­kauf zuguns­ten der Inves­ti­ti­on ent­wi­ckelt und man beim Ver­kauf mehr zurück­er­hält, als man vor­her inves­tiert hat. Das ist selbst­ver­ständ­lich legal und fin­det auf einem glo­ba­len Devi­sen­markt statt, auf dem jeden Tag meh­re­re Bil­lio­nen an ver­schie­de­nen Geld­ar­ten umge­wälzt wer­den. Den Zugang zu die­sem Devi­sen­markt bie­ten wie­der­um spe­zia­li­sier­te Online-Bro­ker für Forex Tra­ding wie bei­spiels­wei­se das Unter­neh­men IG.

Forex Trading unterliegt der Abgeltungssteuer
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Forex Tra­ding ist kein Wett­ge­schäft und des­halb steu­er­pflich­tig

Über lan­ge Zeit­räu­me haben Exper­ten dar­über dis­ku­tiert, ob es sich beim Forex Tra­ding auf­grund des gro­ßen Spe­ku­la­ti­ons­an­teils um ein Wett­ge­schäft oder tat­säch­lich um eine klas­sisch defi­nier­ba­re Kapi­tal­an­la­ge han­delt. Ins­be­son­de­re die Argu­men­ta­ti­on für Forex Tra­ding als Wett­ge­schäft war inter­es­sant, weil man davon aus­ging, dass man über­wie­gend kurz­fris­tig anlegt und eigent­lich nur dar­auf hofft, dass sich der Wech­sel­kurs zuguns­ten der eige­nen Inves­ti­ti­on ent­wi­ckelt. Dass man also nach dem glei­chen Prin­zip vor­geht, wie beim Fuß­ball­spiel auf Mann­schaft A und drei Tore zu wet­ten, um dann zu hof­fen, dass Mann­schaft A tat­säch­lich mit drei Toren gewinnt. Auf Wet­terträ­ge muss man in Deutsch­land kei­ne Abgel­tungs­steu­er bezah­len, son­dern ledig­lich eine viel gerin­ge­re Wett­steu­er.

Jedoch ist die Dis­kus­si­on so ver­lau­fen, dass Forex Tra­ding mitt­ler­wei­le fest als Kapi­tal­an­la­ge aner­kannt und des­halb auch steu­er­pflich­tig ist. Auf alle Gewin­ne, die mit Forex Tra­ding erzielt wer­den, ist eine 25-pro­zen­ti­ge Abga­be an den Staat zu leis­ten. Eine Aus­nah­me bil­det ledig­lich der soge­nann­te Frei­stel­lungs­auf­trag, bei wel­chem Gewin­ne bis 801 Euro pro Per­son steu­er­frei blei­ben. Jeder, der ins Forex Tra­ding ein­steigt, soll­te das beach­ten und einen ent­spre­chen­den Frei­stel­lungs­auf­trag ein­rich­ten. Je nach­dem, was man vor­her also irgend­wo auf­ge­schnappt hat, ist die Rege­lung immer gleich: Auch Forex unter­liegt der Abgel­tungs­steu­er.

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