Kei­ne Teil­wert­ab­schrei­bung wegen Bör­sen­crash

Der beim Bör­sen­crash 2001 erlit­te­ne Wert­ver­lust berech­tigt Aktio­nä­re nicht zu Teil­wert­ab­schrei­bun­gen, wie das Finanz­ge­richt Köln jetzt noch­mals fest­stell­te.

Kei­ne Teil­wert­ab­schrei­bung wegen Bör­sen­crash

In dem dort ent­schie­de­nen Ver­fah­ren hat ein Anle­ger Infi­ne­on-Akti­en als lang­fris­ti­ge Kapi­tal­an­la­ge gehal­ten. Aber auch Infi­ne­on-Akti­en, die im Früh­jahr 2001 erwor­ben und als lang­fris­ti­ge Kapi­tal­an­la­ge im Anla­ge­ver­mö­gen gehal­ten wur­den, kön­nen nach Ansicht des Finanz­ge­richts trotz einer nahe­zu Hal­bie­rung des Bör­sen­wer­tes zum Bilanz­stich­tag 31.12.2001 nicht auf den nied­ri­ge­ren Kurs­wert abge­schrie­ben wer­den. Nach Auf­fas­sung des FG Köln setzt eine Teil­wert­ab­schrei­bung bei Akti­en im Anla­ge­ver­mö­gen vor­aus, dass hin­rei­chen­de Indi­zi­en für eine andau­ern­de Wert­min­de­rung vor­ge­tra­gen und gege­be­nen­falls bewie­sen wer­den. Bei Kurs­be­we­gun­gen im Rah­men der Ent­wick­lung des zuge­hö­ri­gen Akti­en­in­dex sei im Zwei­fel von einer blo­ßen Wert­schwan­kung aus­zu­ge­hen.

Die Revi­si­on zum Bun­des­fi­nanz­hof in Mün­chen wur­de vom Finanz­ge­richt zuge­las­sen.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 21.6.2006 – 13 K 4033/​05