Fest­schrei­bung der EK-Ver­wen­dungs­rei­hen­fol­ge

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat jetzt die auf sein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen ergan­ge­ne „Bur­da-Ent­schei­dung“ des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten [1] umge­setzt, nach der die Fest­schrei­bung der Ver­wen­dungs­rei­hen­fol­ge des nach altem Recht mit unter­schied­li­chen Kör­per­schaft­steu­er­sät­zen belas­te­ten Eigen­ka­pi­tals in § 28 Abs. 4 KStG 1996 euro­pa­rechts­kon­form ist.

Fest­schrei­bung der EK-Ver­wen­dungs­rei­hen­fol­ge

Die Ver­wen­dungs­rei­hen­fol­ge für eine Gewinn­aus­schüt­tung wird hier­nach auch dann gemäß § 28 Abs. 4 KStG 1996 fest­ge­schrie­ben, wenn nur einem Gesell­schaf­ter eine Steu­er­be­schei­ni­gung erteilt wur­de. Unter Gel­tung des kör­per­schaft­steu­er­recht­li­chen Anrech­nungs­ver­fah­rens oblag es allein dem Mit­glied­staat des Divi­den­den­emp­fän­gers, eine steu­er­li­che Dop­pel­be­las­tung des aus­ge­schüt­te­ten Gewinns einer Kapi­tal­ge­sell­schaft zu besei­ti­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 26. Novem­ber 2008 I R 56/​05

  1. EuGH, Urteil vom 26. Juni 2008 C‑284/​06 „Bur­da“, IStR 2008, 515[]