Kla­ge gegen Umsatz­steu­er-Vor­aus­zah­lungs­be­schei­de – und spä­ter ergan­ge­ne Umsatzsteuerjahresbescheid

Wird der ange­foch­te­ne Ver­wal­tungs­akt nach Kla­ge­er­he­bung durch einen ande­ren Ver­wal­tungs­akt geän­dert oder ersetzt, so wird gemäß der gel­ten­den Vor­schrift des § 68 FGO der neue Ver­wal­tungs­akt zum Gegen­stand des Ver­fah­rens. Das gilt auch für einen Umsatz­steu­er­jah­res­be­scheid im Ver­hält­nis zum Umsatz­steu­er-Vor­aus­zah­lungs­be­scheid1.

Kla­ge gegen Umsatz­steu­er-Vor­aus­zah­lungs­be­schei­de – und spä­ter ergan­ge­ne Umsatzsteuerjahresbescheid

Gegen­stand der revi­si­ons­recht­li­chen Prü­fung ist des­halb nun­mehr die Recht­mä­ßig­keit des Umsatzsteuerjahresbescheides.

Dies gilt auch im Revi­si­ons­ver­fah­ren (§ 121 Satz 1 FGO).

Gemäß § 127 FGO kann der BFH (inso­weit) das ange­foch­te­ne Urteil auf­he­ben und die Sache zur erneu­ten Ver­hand­lung und Ent­schei­dung an das Finanz­ge­richt zurück­ver­wei­sen. Dies ist grund­sätz­lich gebo­ten, es sei denn, der neue streit­ge­gen­ständ­li­che Bescheid ent­hält kei­ne gegen­über den bis­he­ri­gen Belas­tun­gen ver­bö­sern­de Ent­schei­dung oder die Ände­rung ist unstrei­tig, wes­halb die Ent­schei­dung nicht von wei­te­ren, bis­her nicht getrof­fe­nen Tat­sa­chen­fest­stel­lun­gen abhän­gig sein kann2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 24. Febru­ar 2021 – XI R 30/​20

  1. vgl. z.B. BFH, Urteil in BFHE 242, 410, BStBl II 2014, 86, Rz 26, m.w.N.[]
  2. vgl. z.B. BFH, Urteil vom 21.01.2015 – XI R 12/​14, BFH/​NV 2015, 957, Rz 28; BFH, Beschluss vom 12.04.2016 – V B 3/​15, BFH/​NV 2016, 1184, Rz 5; jeweils m.w.N.[]

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