Kran­ken­haus-Cate­rer ist kein Par­ty-Ser­vice

Ein Cate­ring-Unter­neh­men, das für Kran­ken­häu­ser und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen Spei­se­plä­ne erstellt, Mahl­zei­ten zube­rei­tet und anlie­fert und sich um die Rei­ni­gung des Geschirrs und Bestecks küm­mert, kann nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg nicht den ermä­ßig­ten Umsatz­steu­ersatz von 7 % in Anspruch neh­men. Die­ser ermä­ßig­te Steu­er­satz kommt zur Anwen­dung, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge Lebens­mit­tel lie­fert, ohne wesent­li­che wei­te­re Dienst­leis­tun­gen zu erbrin­gen, als z.B. beim Verkauf im Super­markt oder bei der blo­ßen Anlie­fe­rung von vom Kun­den aus­ge­such­ten Spei­sen durch einen Par­ty-Ser­vice. Die Lie­fe­rung von Spei­sen und Geträn­ken zum Ver­zehr an Ort und Stel­le, wie sie typi­scher­wei­se von Restau­rants ange­bo­ten wird, unter­liegt hin­ge­gen dem vol­len Umsatz­steu­ersatz von 19 %. Das FG ent­schied jetzt, dass der kla­gen­de Kran­ken­haus-Cate­rer der zwei­ten Grup­pe zuzu­ord­nen sei. Die Rich­ter beton­ten, dass er sei­nen Kun­den ein „Rund­um-Sorg­los-Paket“ im Hin­blick auf die Essens­ver­sor­gung der Pati­en­ten ange­bo­ten habe, das über die blo­ße Lie­fe­rung von Spei­sen und Geträn­ken deut­lich hin­aus­ge­gan­gen sei.

Kran­ken­haus-Cate­rer ist kein Par­ty-Ser­vice

Finanz­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 10. Juli 2007 – 5 K 7285/​01 B