Umsatz­steu­er­freie Per­so­nal­ge­stel­lung durch ein Kran­ken­haus

Die Per­so­nal­ge­stel­lung durch ein Kran­ken­haus an eine Arzt­pra­xis kann nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs ein mit dem Betrieb des Kran­ken­hau­ses eng ver­bun­de­ner, nach § 4 Nr. 16 Buchst. b UStG 1993 steu­er­frei­er Umsatz sein, z.B. wenn das Kran­ken­haus medi­zi­ni­sche Groß­ge­rä­te der Arzt­pra­xis unent­gelt­lich durch eige­nes Per­so­nal nut­zen darf und im Gegen­zug sein Per­so­nal zur Bedie­nung der Gerä­te auch für die Nut­zung durch die Arzt­pra­xis gegen Kos­ten­er­stat­tung über­lässt.

Umsatz­steu­er­freie Per­so­nal­ge­stel­lung durch ein Kran­ken­haus

Ein mit dem Betrieb des Kran­ken­hau­ses eng ver­bun­de­ner Umsatz kann danach aus­nahms­wei­se auch dann vor­lie­gen, wenn die Arzt­pra­xis nicht nur die Kran­ken­haus­pa­ti­en­ten, son­dern auch ande­re Pati­en­ten ver­sorgt. Ob ein der­ar­ti­ger Aus­nah­me­fall vor­liegt, kann nur unter Gesamt­wür­di­gung aller Umstän­de des Ein­zel­falls beur­teilt wer­den.

BFH, Urteil vom 25. Janu­ar 2006 – V R 46/​04