Die Berichtigung des Vorsteuerabzugs beim Leistungsempfänger kann auch dann erfolgen, wenn die Umsatzsteuer beim leistenden Unternehmer nicht berichtigt worden ist1.
Die Berichtigungspflichten beim Leistenden und beim Leistungsempfänger bestehen unabhängig voneinander2.
Auf den Umstand, wann bei anderer Beurteilung die Umsatzsteuer bei der Klägerin aufgrund der „Verrechnungen“ entstanden sein könnte und ob hinsichtlich des noch nicht durch „Verrechnung“ vereinnahmten Teils ein gedachter Vorsteuerabzug beim Kläger zu berichtigen sein könnte3, kommt es nicht an.
Bundesfinanzhof, Beschluss vom 14. Mai 2025 – XI B 77/24
- Anschluss an EuGH, Urteil „World Comm Trading Gfz“ vom 28.05.2020 – C-684/18, EU:C:2020:403[↩]
- vgl. BFH, Beschluss vom 21.04.1987 – V B 73/86, BFH/NV 1987, 604; Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union World Comm Trading Gfz vom 28.05.2020 – C-684/18, EU:C:2020:403, Rz 41 und 43[↩]
- vgl. dazu auch BFH, Urteil vom 12.07.2023 – XI R 5/21, BFHE 282, 22, BStBl II 2024, 887, Rz 44 und 45, m.w.N.[↩]










