Mine­ral­öl­steu­er-Rück­ver­gü­tung bei Zah­lungs­un­fähg­keit

Kann der Kun­de eines Mine­ral­öl­händ­lers sei­ne Rech­nung nicht mehr zah­len, so kann der Lie­fe­rant unter bestimm­ten, in § 53 MinöStV beschrie­be­nen Vor­aus­set­zun­gen die bereits an den Fis­kus abge­führ­te (und vom Kun­den ja eben­falls an den Lie­fe­ran­ten nicht bezahl­te) Mine­ral­öl­steu­er erstat­tet erhal­ten.

Mine­ral­öl­steu­er-Rück­ver­gü­tung bei Zah­lungs­un­fähg­keit

Soweit der Kun­de jedoch eine Per­so­nen­ge­sell­schaft, also etwa eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, eine oHG, eine KG oder eine GmbH & Co. KG, ist, hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt eine Hür­de auf­ge­baut:

Zur Erhal­tung eines Mine­ral­öl­steu­er­ver­gü­tungs­an­spruchs nach § 53 MinöStV hat der­je­ni­ge, der eine Per­so­nen­ge­sell­schaft mit ver­steu­er­tem Mine­ral­öl belie­fert, den Kauf­preis­an­spruch nicht nur gegen die Gesell­schaft, son­dern auch gegen wei­te­re in Betracht kom­men­de Gesamt­schuld­ner, wie z.B. gegen die Kom­ple­mentär-GmbH einer GmbH & Co. KG, gel­tend zu machen und soweit erfor­der­lich gericht­lich zu ver­fol­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 19. April 2007 – VII R 45/​05