Betrug – und der Ver­mö­gens­scha­den der geschä­dig­ten Anle­ger

Als Ver­mö­gens­scha­den der geschä­dig­ten Anle­ger kann jeweils deren vol­le Anla­ge­be­trä­ge ange­setzt wer­den.

Betrug – und der Ver­mö­gens­scha­den der geschä­dig­ten Anle­ger

Dies gilt zumin­det dann, wenn zum für die Bestim­mung des Ver­mö­gens­scha­dens auf­grund einer Gesamt­sal­die­rung maß­geb­li­chen Zeit­punkt der Ver­mö­gens­ver­fü­gung 1 die Rück­zah­lungs­an­sprü­che der Anle­ger als wirt­schaft­lich wert­los ange­se­hen wer­den kön­nen, weil die Mög­lich­keit der Rück­füh­rung der ver­ein­nahm­ten Gel­der sowie ggf. der Aus­zah­lung ver­trag­lich ver­spro­che­ner Ren­di­ten aus­schließ­lich von der zukünf­ti­gen Ein­nah­me wei­te­rer betrü­ge­risch erlang­ter Gel­der von Anle­gern durch den Ange­klag­ten abhing 2.

Die spä­te­ren Ent­wick­lun­gen in Gestalt von Rück­zah­lun­gen an die Anle­ger berüh­ren den tat­be­stand­li­chen Scha­den nicht 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 2. März 2016 – 1 StR 433/​15

  1. näher BGH, Urtei­le vom 02.02.2016 – 1 StR 435/​15 Rn.20; und 1 StR 437/​15 Rn. 33 mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 18.02.2009 – 1 StR 731/​08, BGHSt 53, 199, 204 f. Rn. 18[]
  3. BGH, Beschlüs­se vom 23.02.2012 – 1 StR 586/​11, NStZ 2013, 38, 39 Rn. 15; und vom 04.02.2014 – 3 StR 347/​13, NStZ 2014, 457 jeweils mwN[]