Betrug – und die Mit­tä­ter

Bei Betei­li­gung meh­re­rer Per­so­nen an einer Straf­tat, von denen nicht jede sämt­li­che Tat­be­stands­merk­ma­le ver­wirk­licht, ist Mit­tä­ter im Sin­ne von § 25 Abs. 2 StGB, wer einen eige­nen Tat­bei­trag leis­tet und die­sen so in die Tat ein­fügt, dass er als Teil der Hand­lung der ande­ren Betei­lig­ten und umge­kehrt deren Han­deln als Ergän­zung des eige­nen Tat­an­teils erscheint.

Betrug – und die Mit­tä­ter

Mit­tä­ter­schaft erfor­dert dabei zwar nicht zwin­gend eine Mit­wir­kung am Kern­ge­sche­hen selbst und auch kei­ne Anwe­sen­heit am Tat­ort; aus­rei­chen kann viel­mehr auch ein die Tat­be­stands­ver­wirk­li­chung för­dern­der Bei­trag, der sich auf eine Vor­be­rei­tungs- oder Unter­stüt­zungs­hand­lung beschränkt. Stets muss sich die objek­tiv aus einem wesent­li­chen Tat­bei­trag bestehen­de Mit­wir­kung aber nach der Wil­lens­rich­tung des sich Betei­li­gen­den als Teil der Tätig­keit aller dar­stel­len.

Ob danach Mit­tä­ter­schaft oder Bei­hil­fe anzu­neh­men ist, hat der Tatrich­ter auf­grund einer wer­ten­den Gesamt­be­trach­tung aller fest­ge­stell­ten Umstän­de zu prü­fen; maß­geb­li­che Kri­te­ri­en sind der Grad des eige­nen Inter­es­ses an der Tat, der Umfang der Tat­be­tei­li­gung und die Tat­herr­schaft oder wenigs­tens der Wil­le dazu, so dass die Durch­füh­rung und der Aus­gang der Tat maß­geb­lich auch vom Wil­len des Betref­fen­den abhän­gen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Novem­ber 2017 – 3 StR 344/​17

  1. st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Urteil vom 17.10.2002 – 3 StR 153/​02, NStZ 2003, 253, 254; Beschluss vom 02.07.2008 – 1 StR 174/​08, NStZ 2009, 25, 26[]