Das beson­de­re öffent­li­che Inter­es­se an der Straf­ver­fol­gung – und sei­ne kon­klu­den­te Beja­hung

Eine Ankla­ge­schrift ent­hält kei­ne kon­klu­den­te Beja­hung des beson­de­ren öffent­li­chen Inter­es­ses an der Straf­ver­fol­gung, wenn der Wert der ent­wen­de­ten Sache in der Straf­an­zei­ge als nicht gering­wer­tig bezif­fert wur­de und eine Kor­rek­tur die­ser Anga­be bis zur Erstel­lung der Ankla­ge­schrift nicht akten­kun­dig ist.

Das beson­de­re öffent­li­che Inter­es­se an der Straf­ver­fol­gung – und sei­ne kon­klu­den­te Beja­hung

Es liegt daher für den Bun­des­ge­richts­hof nahe, dass die Staats­an­walt­schaft inso­weit § 248a StGB für nicht ein­schlä­gig gehal­ten hat.

Hin­zu kam in dem hier ent­schie­de­nen Fall, dass die Staats­an­walt­schaft in der Ankla­ge­schrift das beson­de­re öffent­li­che Inter­es­se an der Straf­ver­fol­gung aus­drück­lich hin­sicht­lich einer spä­ter nach § 154 Abs. 2 StPO behan­del­ten Sach­be­schä­di­gung bejaht und zusätz­lich auf den in die­sem Fall von dem Geschä­dig­ten gestell­ten Straf­an­trag hin­ge­wie­sen hat. Dem­ge­gen­über hat sie im Rah­men eines wei­te­ren sich eben­falls auf eine gering­wer­ti­ge Sache bezie­hen­den Tat­vor­wurfs ledig­lich auf den in die­sem Zusam­men­hang gestell­ten Straf­an­trag ver­wie­sen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 3. Mai 2016 – 3 StR 114/​16