Der Vor­satz des Gehil­fen

Zwar muss der Gehil­fe sei­nen eige­nen Tat­bei­trag sowie die wesent­li­chen Merk­ma­le der Haupt­tat, ins­be­son­de­re deren Unrechts- und Angriffs­rich­tung, zumin­dest für mög­lich hal­ten und bil­li­gen. Er braucht aber Ein­zel­hei­ten der Haupt­tat nicht zu ken­nen und kei­ne bestimm­te Vor­stel­lung von ihr zu haben.

Der Vor­satz des Gehil­fen

Ins­be­son­de­re wenn sein Tat­bei­trag nur zu delik­ti­schen Zwe­cken ver­wen­det wer­den kann und ange­sichts der Men­ge an Betäu­bungs­mit­teln die­se nur zum gewinn­brin­gen­den Wei­ter­ver­kauf mit­tels Trans­port zu etwai­gen Käu­fern oder Wei­ter­ver­käu­fern bestimmt sein konn­ten, liegt es auf der Hand, dass der Ange­klag­te genau damit rech­ne­te und dies ins­be­son­de­re im Hin­blick auf den ihm auch für die­se Fahrt – ersicht­lich still­schwei­gend – ver­spro­che­nen "ange­mes­se­nen Kurier­lohn" bil­li­gend in Kauf nahm 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Mai 2016 – 4 StR 569/​15

  1. vgl. BGH, Urteil vom 01.10.2013 – 1 StR 403/​13, NStZ 2014, 475 f. mwN[]