Die Sach­rü­ge in der Revi­si­ons­be­grün­dung

Die zuläs­si­ge Erhe­bung der Sach­rü­ge setzt nicht vor­aus, dass sie aus­drück­lich als sol­che bezeich­net wird.

Die Sach­rü­ge in der Revi­si­ons­be­grün­dung

s genügt viel­mehr, wenn das Revi­si­ons­vor­brin­gen ein­deu­tig ergibt, dass die Über­prü­fung des Urteils in sach­lich­recht­li­cher Hin­sicht begehrt wird [1].

Die war hier der Fall: Der Ange­klag­te bean­stan­det u.a., dass das Land­ge­richt die Aus­sa­ge des Zeu­gen und sicher­ge­stell­te Beweis­mit­tel "falsch beur­teilt" habe. Die­se Angrif­fe rich­ten sich ersicht­lich gegen die Beweis­wür­di­gung. Mit ihnen macht der Ange­klag­te erkenn­bar gel­tend, dass das Urteil (auch) auf mate­ri­ell­recht­li­chen Män­geln beruht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Febru­ar 2017 – 3 StR 476/​16

  1. BGH, Beschlüs­se vom 17.01.1992 – 3 StR 475/​91, BGHR StPO § 344 Abs. 2 Satz 1 Revi­si­ons­be­grün­dung 2; vom 08.05.1996 – 3 StR 132/​96 3; vom 20.08.1997 – 2 StR 386/​97, NStZ-RR 1998, 18[]