Die Teil­neh­mer an einer Delikt­se­rie

Sind an einer Delikt­se­rie meh­re­re Per­so­nen als Mit­tä­ter, mit­tel­ba­re Täter, Anstif­ter oder Gehil­fen betei­ligt, ist die Fra­ge, ob die ein­zel­nen Taten tat­ein­heit­lich oder tat­mehr­heit­lich zusam­men­tref­fen, bei jedem Betei­lig­ten geson­dert zu prü­fen und zu ent­schei­den.

Die Teil­neh­mer an einer Delikt­se­rie

Maß­geb­lich ist dabei der Umfang des erbrach­ten Tat­bei­trags.

Erbringt der Betei­lig­te im Vor­feld oder wäh­rend des Laufs der Delikt­se­rie Tat­bei­trä­ge, durch die alle oder meh­re­re Ein­zel­ta­ten gleich­zei­tig geför­dert wer­den, sind ihm die gleich­zei­tig geför­der­ten ein­zel­nen Straf­ta­ten als tat­ein­heit­lich began­gen zuzu­rech­nen, da sie in sei­ner Per­son durch den ein­heit­li­chen Tat­bei­trag zu einer Hand­lung im Sin­ne des § 52 Abs. 1 StGB ver­knüpft wer­den [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. März 2018 – 4 StR 75/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 04.07.2017 – 4 StR 566/​16, NStZ-RR 2017, 306, 307; Beschluss vom 03.07.2014 – 4 StR 191/​14, NStZ 2014, 702 mwN[]