Ent­zie­hungs­an­stalt – Sprach­kennt­nis­se und The­ra­pie­er­folg

Ver­fügt der Ange­klag­te über aus­rei­chen­de Kennt­nis­se der deut­schen Spra­che, um eine The­ra­pie erfolg­reich durch­füh­ren zu kön­nen, ist eine Maß­re­gel­an­ord­nung grund­sätz­lich in Betracht zu zie­hen ist1.

Ent­zie­hungs­an­stalt – Sprach­kennt­nis­se und The­ra­pie­er­folg

Schon bei sprachun­kun­di­gen Aus­län­dern ist ein Abse­hen von einer Maß­re­gel­an­ord­nung nur in Aus­nah­me­fäl­len mög­lich2.

Im hier ent­schie­de­nen Fall kam noch hin­zu, dass auch nicht ersicht­lich war, dass der aus­län­der­recht­li­che Sta­tus des Ange­klag­ten etwai­gen Locke­rungs­maß­nah­men im Maß­re­gel­voll­zug ent­ge­gen­ste­hen könn­te. Dazu, dass bereits Maß­nah­men zum Ver­lust des Frei­zü­gig­keits­rechts des Ange­klag­ten und zu sei­ner Abschie­bung ergrif­fen wer­den, ver­hielt sich das land­ge­richt­li­che Urteil nicht3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Febru­ar 2019 – 1 StR 642/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 13.06.2018 – 1 StR 132/​18, NStZ-RR 2018, 273, 274 mwN []
  2. vgl. BGH aaO, S. 275 []
  3. vgl. BGH aaO, Rn. 12, s. auch § 67 Abs. 2 Satz 4, Abs. 3 Satz 2 StGB []