Gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung – und die Bei­hil­fe

Den Tat­be­stand der gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung gemäß § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB ver­wirk­licht, wer die Tat mit einem ande­ren Betei­lig­ten gemein­schaft­lich begeht.

Gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung – und die Bei­hil­fe

Dabei wird weder Eigen­hän­dig­keit noch Mit­tä­ter­schaft vor­aus­ge­setzt; aus­rei­chend ist viel­mehr schon das gemein­sa­me Wir­ken eines Täters und eines Gehil­fen bei der Bege­hung einer Kör­per­ver­let­zung 1.

Gera­de die­ses gemein­sa­me Ein­wir­ken auf das Opfer bei der Bege­hung der Kör­per­ver­let­zungs­hand­lung ergibt sich aus den geschil­der­ten Fest­stel­lun­gen indes nicht; inso­weit ist auch nicht ersicht­lich, dass das gemein­sa­me Zie­hen an dem Opfer bereits die Vor­aus­set­zun­gen einer Kör­per­ver­let­zung erfüll­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. März 2016 – 3 StR 524/​15

  1. BGH, Urteil vom 03.09.2002 – 5 StR 210/​02, BGHSt 47, 383, 386[]