Jugend­stra­fe – und die Unter­brin­gungs­an­ord­nung

ist. Bei schuld­haft began­ge­nen Straf­ta­ten eröff­net § 5 Abs. 3 JGG die Mög­lich­keit, von der an sich erfor­der­li­chen Ver­hän­gung von Jugend­stra­fe abzu­se­hen, wenn sie als zusätz­li­che erzie­he­ri­sche Maß­nah­me wegen der Maß­re­gel­an­ord­nung nicht erfor­der­lich ist.

Jugend­stra­fe – und die Unter­brin­gungs­an­ord­nung

Die Vor­schrift trägt damit dem Gedan­ken der Ein­spu­rig­keit frei­heits­ent­zie­hen­der Maß­nah­men im Jugend­straf­recht Rech­nung 1.

Zwar betrifft ein hier­bei unter­lau­fe­ner Rechts­feh­ler unmit­tel­bar nur die Ver­hän­gung der Jugend­stra­fe. Wegen des durch § 5 Abs. 3 JGG vor­ge­ge­be­nen sach­li­chen Zusam­men­hangs zwi­schen Stra­fe und Unter­brin­gung 2 hebt der Bun­des­ge­richts­hof den Rechts­fol­gen­aus­spruch ins­ge­samt auf.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Janu­ar 2018 – 4 StR 578/​17

  1. BGH, Urteil vom 09.12 1992 – 3 StR 434/​92, BGHSt 39, 92, 95[]
  2. BGH, Beschluss vom 26.05.2009 – 4 StR 134/​09, NJW 2009, 2694[]