Vor­teils­nah­me – meh­re­re Vor­tei­le, ein Tat­bei­trag

Vor­teil im Sin­ne des § 331 Abs. 1 StGB ist jede Leis­tung, auf die kein Rechts­an­spruch besteht und die die wirt­schaft­li­che, recht­li­che oder per­sön­li­che Lage des Emp­fän­gers objek­tiv ver­bes­sert.

Vor­teils­nah­me – meh­re­re Vor­tei­le, ein Tat­bei­trag

Ein sol­cher Vor­teil kann auch in dem Abschluss eines Ver­tra­ges und der dadurch begrün­de­ten For­de­rung bestehen 1.

Vom Tat­be­stand des § 331 Abs. 1 StGB wer­den auch Dritt­vor­tei­le erfasst.

Erbringt ein Tat­be­tei­lig­ter einen meh­re­re Ein­zel­ta­ten för­dern­den Bei­trag, bei­spiels­wei­se indem er an dem Auf­bau und der Auf­recht­erhal­tung eines auf Straf­ta­ten aus­ge­rich­te­ten Geschäfts­be­trie­bes mit­wirkt, sind ihm die gleich­zei­tig geför­der­ten ein­zel­nen Delik­te als ein­heit­lich began­gen zuzu­rech­nen, weil sie in sei­ner Per­son durch den ein­heit­li­chen Tat­bei­trag zu einer Hand­lung im Sin­ne des § 52 Abs. 1 StGB ver­knüpft wer­den (sog. unei­gent­li­ches Orga­ni­sa­ti­ons­de­likt) 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 31. Juli 2018 – 3 StR 620/​17

  1. BGH, Urtei­le vom 21.06.2007 – 4 StR 69/​07, NStZ-RR 2007, 309, 310; vom 26.05.2011 – 3 StR 492/​10, wis­tra 2011, 391, 392 f.; vom 22.03.2018 – 5 StR 566/​17, NJW 2018, 1767, 1768[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 17.06.2004 – 3 StR 344/​03, BGHSt 49, 177, 183 f.; Beschluss vom 03.03.2016 – 4 StR 134/​15, wis­tra 2016, 309, 310[]