Abschie­bung bei ser­bi­schen und koso­va­ri­schem Pass

Wenn ein Aus­län­der sowohl die ser­bi­sche als auch die koso­va­ri­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit besitzt, ihm in Ser­bi­en kei­ne Gefah­ren dro­hen und ihm die Nie­der­las­sung dort auf­grund des Umstan­des, dass er gül­ti­ge ser­bi­sche Aus­weis­pa­pie­re besitzt, auch fak­tisch mög­lich ist, so schei­det ein Anspruch auf Abschie­bungs­schutz nach § 60 Abs. 1 Auf­en­thG von vorn­her­ein aus [1].

Abschie­bung bei ser­bi­schen und koso­va­ri­schem Pass

Über die Fest­stel­lung von Abschie­bungs­hin­der­nis­sen nach § 60 Abs. 7 Satz 1 Auf­en­thG hin­sicht­lich des Koso­vo muss aber den­noch ent­schie­den wer­den, wenn das Bun­des­amt dem Aus­län­der die Abschie­bung dort­hin ange­droht hat [2].

Ver­wal­tungs­ge­richt Olden­burg, Urteil vom 28. Juli 2010 – 11 A 2779/​09

  1. im Anschluss an BVerw­GE 129, 155 ff.[]
  2. Abgren­zung zu BVerw­GE 129, 155 ff.[]