Eil­rechts­schutz durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Der Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät der Ver­fas­sungs­be­schwer­de 1 gilt auch für den vor­ge­la­ger­ten ver­fas­sungs­recht­li­chen Eil­rechts­schutz 2. Der Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung im Rah­men eines Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­rens oder in des­sen Vor­feld kommt daher nur in Betracht, wenn der Antrag­stel­ler bestehen­de Mög­lich­kei­ten, fach­ge­richt­li­chen Eil­rechts­schutz zu erlan­gen, aus­ge­schöpft hat 3. Das bedeu­tet, dass der Antrag­stel­ler zunächst um fach­ge­richt­li­chen Eil­rechts­schutz nach­su­chen und, wenn ihm die­ser ver­sagt wird, inner­halb der Ver­fas­sungs­be­schwer­de­frist des § 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG gegen den ent­spre­chen­den fach­ge­richt­li­chen Beschluss vor­ge­hen muss.

Eil­rechts­schutz durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 30. März 2009 – 2 BvQ 18/​09

  1. vgl. BVerfGE 102, 197 <207>; 104, 65 <70> – stRspr[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kam­mer des Zwei­ten Senats vom 12. Febru­ar 1998 – 2 BvR 160/​97 -, juris; Beschluss der 2. Kam­mer des Zwei­ten Senats vom 3. Novem­ber 1999 – 2 BvR 2039/​99 -, NJW 2000, S. 1399 f.[]
  3. vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kam­mer des Zwei­ten Senats vom 30. Dezem­ber 2002 – 2 BvQ 59/​02 -, juris[]