Kei­ne vor­ver­leg­te Wahl­prü­fung per einst­wei­li­ger Anord­nung

Eine in das einst­wei­li­ge Anord­nungs­ver­fah­ren vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­ver­leg­te Wahl­prü­fung ist aus­ge­schlos­sen.

Kei­ne vor­ver­leg­te Wahl­prü­fung per einst­wei­li­ger Anord­nung

Ein sol­cher Antrag ist offen­sicht­lich unzu­läs­sig.

Das Grund­ge­setz sieht für die Wahl­prü­fung aus­schließ­lich die Wahl­prü­fungs­be­schwer­de gemäß Art. 41 Abs. 1 Satz 1 GG vor.

Danach ist die Wahl­prü­fung Sache des Bun­des­ta­ges.

Erst gegen die Ent­schei­dung des Bun­des­ta­ges ist gemäß Art. 41 Abs. 2 GG die Beschwer­de an das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt mög­lich. Eine in das einst­wei­li­ge Anord­nungs­ver­fah­ren vor­ver­leg­te Wahl­prü­fung ist aus­ge­schlos­sen [1].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 30. August 2017 – 2 BvQ 50/​17

  1. vgl. BVerfGE 63, 73, 76; BVerfG, Beschluss vom 23.07.2013 – 2 BvQ 30/​13, juris; Beschluss vom 17.03.2015 – 2 BvQ 59/​13[]