Platz­ver­weis fürs Skin­head-Kon­zert

Gegen den Ver­an­stal­ter eines Skin­head-Kon­zerts kann auf der Grund­la­ge des rhein­land-pfäl­zi­schen Poli­zei­rechts ein Platz­ver­weis aus­ge­spro­chen wer­den. Dies ent­schied jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz in Koblenz.

Platz­ver­weis fürs Skin­head-Kon­zert

Der Klä­ger mie­te­te für den 15. Novem­ber 2008 die Schüt­zen­hal­le in Sin­zig an, um dort nach eige­nen Anga­ben sei­nen Geburts­tag zu fei­ern. Bei der Ver­an­stal­tung tra­ten zwei Skin­head-Bands auf. Gegen 23.00 Uhr for­der­te die Poli­zei den Klä­ger und wei­te­ren Per­so­nen auf, die Schüt­zen­hal­le zu ver­las­sen. Die hier­ge­gen erho­be­ne Kla­ge wies das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz ab. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz in Koblenz bestä­tig­te die­se Ent­schei­dung.

Bei der Ver­an­stal­tung am 15. Novem­ber 2008 habe es sich nicht um eine Geburts­tags­fei­er, son­dern um ein Skin­head-Kon­zert gehan­delt. Es sei zu erwar­ten gewe­sen, dass dabei Musik mit volks­ver­het­zen­dem und gewalt­ver­herr­li­chen­dem Inhalt gespielt wer­de. So habe die Poli­zei zer­ris­se­ne Lied­tex­te mit straf­wür­di­gen Aus­sa­gen gefun­den. Der Platz­ver­weis habe der Abwehr einer kon­kre­ten Gefahr für die öffent­li­che Sicher­heit gedient und sei des­halb recht­mä­ßig erfolgt.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Beschluss vom 13. Okto­ber 2009 – 7 A 10740/​09.OVG