Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­setz Umwelt

Das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um hat einen Ent­wurf für ein Gesetz zur Rechts­be­rei­ni­gung im Umwelt­recht vor­ge­legt und zur Abstim­mung an die betei­li­gen Bun­des­mi­nis­te­ri­en ver­schickt. Der vor­lie­gen­de Gesetz­ent­wurf über­nimmt die­je­ni­gen Rege­lun­gen des Ent­wur­fes für ein Ein­füh­rungs­ge­setz zum Umwelt­ge­setz­buch (EG UGB), die unab­hän­gig vom Umwelt­ge­setz­buch erfor­der­lich sind und die auf Grund des Sach­zu­sam­men­han­ges nicht ande­ren Geset­zes­vor­ha­ben zuge­ord­net wer­den konn­ten.

Rechts­be­rei­ni­gungs­ge­setz Umwelt

Im Ein­zel­nen sind fol­gen­de Ände­run­gen vor­ge­se­hen:

  • Schwer­punkt des Gesetz­ent­wur­fes ist die Rechts­be­rei­ni­gung von Vor­schrif­ten im Geschäfts­be­reich des Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­ums. Der Bestand des gel­ten­den Bun­des­rechts ent­hält Rechts­vor­schrif­ten, die kei­ne prak­ti­sche Wir­kung mehr ent­fal­ten. Dies belas­tet die Suche nach dem heu­te maß­geb­li­chen Recht unnö­tig und erschwert die Rechts­and­wen­dung. Rechts­be­rei­ni­gung hat das Ziel, sol­che Vor­schrif­ten auf­zu­fin­den und mit Wir­kung für die Zukunft auf­zu­he­ben. Dazu wer­den durch den Gesetz­ent­wurf 14 Geset­ze und Ver­ord­nun­gen auf­ge­ho­ben (Arti­kel 12 bis 18 und 20 bis 26) sowie Ein­zel­vor­schrif­ten in sechs wei­te­ren Geset­zen auf­ge­ho­ben (Arti­kel 1, 2, 3, 9, 10 und 11). Fer­ner wer­den in fünf wei­te­ren Geset­zen Ände­run­gen vor­ge­nom­men, die der Klar­stel­lung und damit eben­falls der Rechts­be­rei­ni­gung die­nen (Arti­kel 4, 5, 6, 7 und 8).
  • Ein beson­de­rer Anwen­dungs­fall der Rechts­be­rei­ni­gung ist die Ablö­sung von Bun­des­recht, wel­ches auf der frü­he­ren Rah­men­ge­setz­ge­bungs­kom­pe­tenz des Bun­des vor dem Inkraft­tre­ten der Föde­ra­lis­mus­re­form im Jah­re 2006 beruht. Sol­che Rechts­vor­schrif­ten des Umwelt­rechts des Bun­des sol­len, soweit dies nicht schon durch ande­re Recht­set­zungs­vor­ha­ben vor­ge­se­hen ist, durch bun­des­ein­heit­li­che Voll­re­ge­lun­gen ersetzt wer­den. Daher wer­den in Arti­kel 1 – Ände­rung des Geset­zes über die Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung (UVPG) – fünf Rechts­vor­schrif­ten ganz oder teil­wei­se auf­ge­ho­ben. In einer Rechts­vor­schrift sowie in der Anla­ge 1 zum UVPG wer­den frü­he­re Rege­lungs­auf­trä­ge an den Lan­des­ge­setz­ge­ber durch bun­des­recht­li­che Voll­re­ge­lun­gen abge­löst. In Anla­ge 2 zum UVPG erfol­gen redak­tio­nel­le Fol­ge­än­de­run­gen. Arti­kel 19 ent­hält eine Fol­ge­än­de­rung zur Ände­rung der Anla­ge 1 zum UVPG auf Ver­ord­nungs­ebe­ne.