Zwei­fel an der Glaub­wür­dig­keit des Klä­gers – und die münd­li­che Beru­fungs­ver­hand­lung

Zwei­fel an der Glaub­wür­dig­keit eines Beteiligten/​Zeu­gen oder an der Glaub­haf­tig­keit sei­ner Aus­sa­gen set­zen regel­mä­ßig vor­aus, dass sich das Gericht einen unmit­tel­ba­ren per­sön­li­chen Ein­druck von der aus­sa­gen­den Per­son ver­schafft 1.

Zwei­fel an der Glaub­wür­dig­keit des Klä­gers – und die münd­li­che Beru­fungs­ver­hand­lung

Auf die­sem Feh­ler kann die ange­grif­fe­ne Ent­schei­dung auch beru­hen, ohne dass es dar­auf ankommt, was der Klä­ger im Ver­hand­lungs­ter­min noch hät­te vor­tra­gen wol­len und ob dies erheb­lich gewe­sen wäre (sog. "abso­lu­ter Revi­si­ons­grund") 2.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 20. Mai 2015 – 2 B 42015

  1. vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 15.03.2013 – 2 B 22.12, NVwZ-RR 2013, 557 Rn. 11 m.w.N.[]
  2. vgl. hier­zu BVerwG, Urteil vom 16.12 1999 – 4 CN 9.98, BVerw­GE 110, 203, 215[]