Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker-Meis­ter

Am 27. Juli 2006 wur­de eine Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für das Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker – Hand­werk erlas­sen, mit der sowohl die Prü­fungs­an­for­de­run­gen an neue hand­werk­li­che Ent­wick­lun­gen ange­passt wur­den als auch die für eine erfolg­rei­che Betriebs­füh­rung erfor­der­li­che Kun­den­ori­en­tie­rung beson­de­res Gewicht erhal­ten hat. Das Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker-Hand­werk gehört als gefahr­ge­neig­tes Hand­werk zu den zulas­sungs­pflich­ti­gen Hand­wer­ken der Anla­ge A der Hand­werks­ord­nung.

Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker-Meis­ter

Täg­lich wer­den zahl­rei­che chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe vor­ge­nom­men, bei denen jede Hand­lung prä­zi­se abläuft. Genau­so prä­zi­se müs­sen die chir­ur­gi­schen Instru­men­te wie Sche?ren, Skal­pel­le, Klam­mern, Nadel­hal­ter, aber auch High-Tech-Endo­sko­pe gefer­tigt sein. Auch bei Gerä­ten und Implan­ta­ten, wie z.B. künst­li­chen Hüft?gelenken, wird von Chir­ur­gie­me­cha­ni­kern Prä­zi­si­ons­ar­beit geleis­tet. Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker gestal­ten die ärzt?lichen Werk­zeu­ge funk­ti­ons­ge­recht, aber auch so, dass sie gut in der Hand lie­gen. Oft wer­den nach Vor?gaben von Fach­ärz­ten Ein­zel­stü­cke aus Edel­me­tal­len, Stahl, Kau­tschuk oder Kunst­stof­fen her­ge­stellt.

Das Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker-Hand­werk gehört mit knapp 300 Betrie­ben und einer über­schau­ba­ren Zahl jähr?licher Meis­ter­prü­fun­gen zu den klei­nen Hand­wer­ken. Bis­her gab es für das Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker-Hand­werk noch kei­ne Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung auf der Grund­la­ge des § 45 Hand­werks­ord­nung, son­dern die Prü­fungs­in­hal­te wur­den durch alte Erlas­se des Bun­des­mi­nis­ters für Wirt­schaft gere­gelt. Die neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung vom 27. Juli 2006 (BGBl. I S. 1731) tritt am 1. Novem­ber 2006 in Kraft.