Frei­be­ruf­ler und ihre Kam­mern

Eine Kam­mer frei­er Beru­fe ist befugt, Wett­be­werbs­ver­stö­ße von Kam­mer­an­ge-höri­gen oder deren Wett­be­wer­bern im Zivil­rechts­weg zu ver­fol­gen. Gegen Wett-bewerbs­ver­stö­ße von Kam­mer­an­ge­hö­ri­gen kann sie in die­ser Wei­se grund­sätz-lich auch dann vor­ge­hen, wenn sie berech­tigt ist, zur Besei­ti­gung berufs­wid­ri­ger Zustän­de belas­ten­de Ver­wal­tungs­ak­te zu erlas­sen. Vor ihrer Ent­schei­dung hat die Kam­mer dann aller­dings abzu­wä­gen, ob das Vor­ge­hen im Zivil­rechts­weg ange­mes­sen erscheint und nicht unver­hält­nis­mä­ßig in die Berufs­aus­übungs-frei­heit des betrof­fe­nen Kam­mer­an­ge­hö­ri­gen ein­greift.

Frei­be­ruf­ler und ihre Kam­mern

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. April 2006 – I ZR 272/​03