Eigen­ka­pi­ta­ler­satz bei der Vor­ge­sell­schaft

Die Grund­sät­ze des Eigen­ka­pi­ta­ler­sat­zes gel­ten auch im Sta­di­um der Vor-GmbH und wer­den durch die Ver­lust­de­ckungs­haf­tung der Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter 1 nicht aus­ge­schlos­sen.

Eigen­ka­pi­ta­ler­satz bei der Vor­ge­sell­schaft

Die Anwen­dung des § 32 a GmbH a.F. (hier i.V.m. § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO) schei­tert auch nicht schon dar­an, dass die Schuld­ne­rin sich zur Zeit der Dar­le­hens­ge­wäh­rung noch im Sta­di­um der Vor­ge­sell­schaft befand. Die Grund­sät­ze des Eigen­ka­pi­ta­ler­sat­zes gel­ten auch für eine Vor-GmbH 2 und wer­den durch die Vor­be­las­tungs­haf­tung der Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter 1 nicht ver­drängt 3, weil § 32 a Abs. 1 GmbHG a.F. anders­ar­ti­ge Rechts­fol­gen zei­tigt und kein Grund besteht, den unmit­tel­ba­ren oder mit­tel­ba­ren Gesell­schaf­ter einer Vor-GmbH von die­sen Rechts­fol­gen zu dis­pen­sie­ren.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. April 2009 – II ZR 277/​07

  1. vgl. BGHZ 134, 333[][]
  2. vgl. Scholz/​K. Schmidt, GmbHG 10. Aufl. §§ 32 a, 32 b Rdn. 19[]
  3. a.A. Großkomm.z.GmbHG/Habersack §§ 32 a/​b Rdn. 14[]