Eigen­ka­pi­ta­ler­satz bei Min­der­heits­ge­sell­schaf­tern

Der Aus­schluß der Eigen­ka­pi­ta­ler­satz­re­geln für nicht geschäfts­füh­ren­de Gesell­schaf­ter mit einer Betei­li­gung von bis zu 10 % gemäß § 32 a Abs. 3 Satz 2 GmbHG gilt nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs erst für nach Inkraft­tre­ten die­ser Vor­schrift am 24. April 1998 (Art. 5 KapA­EG v. 20. April 1998, BGBl. I, 707) ver­wirk­lich­te Tat­be­stän­de
des Eigen­ka­pi­ta­ler­sat­zes.

Eigen­ka­pi­ta­ler­satz bei Min­der­heits­ge­sell­schaf­tern

Bei einer Aus­fall­haf­tung ent­spre­chend § 31 Abs. 3 GmbHG kommt es auf den Zeit­punkt der eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­den Leis­tung – oder den der Umqua­li­fi­zie­rung einer Leis­tung in funk­tio­na­les Eigen­ka­pi­tal – und nicht auf den Zeit­punkt an, zu dem fest­steht, daß der an sich zur Rück­ge­währ ver­pflich­te­te Gesell­schaf­ter dazu nicht in der Lage ist und daher die Aus­fall­haf­tung der übri­gen Gesell­schaf­ter ein­greift.

BGH, Urteil vom 11.07.2005 – II ZR 285/​03