Kün­di­gung einer Vor-Gesell­schaft

Eine Vor-Gesell­schaft (im vom BGH ent­schie­de­nen Fall eine Vor-AG) kann durch Kün­di­gung eines Gesell­schaf­ters aus wich­ti­gem Grund ent­spre­chend § 723 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 Nr. 1 BGB auf­ge­löst wer­den. Ein wich­ti­ger Grund für die Kün­di­gung kann ins­be­son­de­re vor­lie­gen, wenn der Fort­gang der Gesell­schafts­grün­dung dar­an schei­tert, dass ein Mit­ge­sell­schaf­ter zur Erbrin­gung sei­ner Ein­la­ge außer­stan­de ist.

Kün­di­gung einer Vor-Gesell­schaft

Für die Abwick­lung einer auf­ge­lös­ten Vor-AG sind nicht ent­spre­chend §§ 730 ff. BGB deren Gesell­schaf­ter, son­dern ent­spre­chend § 265 Abs. 1 AktG die Vor­stands­mit­glie­der zustän­dig.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 23. Okto­ber 2006 – II ZR 162/​05