Richt­li­nie über Aktio­närs­stimm­rech­te

Der Rat der Jus­tiz­mi­nis­ter der EU hat die Richt­li­nie über die Aus­übung der Aktio­närs­stimm­rech­te beschlos­sen. In der Richt­li­nie wird unter ande­rem gere­gelt, dass Aktio­nä­re ihre Stimm­rech­te künf­tig unab­hän­gig von ihrem Wohn­ort in der EU wahr­neh­men kön­nen. Die Mit­glied­staa­ten kön­nen danach den Gesell­schaf­ten gestat­ten, dass die­se ihren Aktio­nä­ren Abstim­mun­gen auf elek­tro­ni­schem oder pos­ta­li­schem Weg anbie­ten. Eben­so kön­nen Regeln geschaf­fen wer­den, die gewähr­leis­ten, dass sich Stimm­recht­ver­tre­ter an Anwei­sun­gen der durch sie ver­tre­te­nen Aktio­nä­re hal­ten. Eine Ver­pflich­tung der Gesell­schaf­ten zu über­prü­fen, ob die Stimm­recht­ver­tre­ter ent­spre­chend die­ser Anwei­sun­gen han­deln, besteht nicht.

Richt­li­nie über Aktio­närs­stimm­rech­te

Die Richt­li­nie muss von den EU-Mit­glieds­län­dern inner­halb von zwei Jah­ren nach Inkraft­tre­ten in das natio­na­le Recht umge­setzt wer­den.