Stil­le AG-Gesell­schaf­ter

Ein mit einer Akti­en­ge­sell­schaft geschlos­se­ner stil­ler Gesell­schafts­ver­trag ist ein Teil­ge-winn­ab­füh­rungs­ver­trag i.S. des § 292 Abs. 1 Nr. 2 AktG und wird des­halb grund­sätz­lich erst mit der Geneh­mi­gung der Haupt­ver­samm­lung und der Ein-tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter wirk­sam. Will sich der ande­re Ver­trags­teil man­gels Vor­lie­gens die­ser Vor­aus­set­zun­gen von dem Ver­trag lösen, muss er deut­lich machen, dass der Wider­ruf oder die Kün­di­gung gera­de auf die­sen Grund gestützt wird. Ein Wider­ruf nach dem Haus­tür­wi­der­rufs­ge­setz kann nicht nach­träg­lich in eine Lösung wegen Feh­lens der Vor­aus­set­zun­gen der §§ 293 f. AktG umge­deu­tet wer­den.

Stil­le AG-Gesell­schaf­ter

Bun­de­ge­richts­hof, Urteil vom 8. Mai 2006 – II ZR 123/​05