Hima­la­ya-Salz – und der Schutz geo­gra­phi­scher Her­kunfts­an­ga­ben

Die in den §§ 126 ff. Mar­kenG ent­hal­te­nen Rege­lun­gen ver­mit­teln nach der Novel­lie­rung des Mar­ken­ge­set­zes durch das Gesetz zur Ver­bes­se­rung der Durch­set­zung von Rech­ten des geis­ti­gen Eigen­tums vom 07.07.2008 [1] für geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­ben kei­nen lau­ter­keits­recht­lich, son­dern einen kenn­zei­chen­recht­lich begrün­de­ten Schutz.

Hima­la­ya-Salz – und der Schutz geo­gra­phi­scher Her­kunfts­an­ga­ben

Die Bestim­mung des § 127 Abs. 1 Mar­kenG ist uni­ons­rechts­kon­form dahin­ge­hend ein­schrän­kend aus­zu­le­gen, dass bei der Beur­tei­lung der Fra­ge, ob eine Gefahr der Irre­füh­rung über die geo­gra­fi­sche Her­kunft des Pro­dukts besteht, bei Agrar­er­zeug­nis­sen und Lebens­mit­teln mit der geo­gra­fi­schen Her­kunft etwa ver­bun­de­ne beson­de­re Qua­li­täts- oder Eigen­schafts­vor­stel­lun­gen unbe­rück­sich­tigt blei­ben.

In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall bot eine Online-Händ­le­rin ein als „Raab Hima­la­ya Salz gemah­len“ bezeich­ne­tes Pro­dukt an. Auf des­sen ein­ge­blen­de­ter far­bi­ger Ver­pa­ckung befand sich unter­halb der Anga­be „Kris­tall­salz“ der Hin­weis „Kris­tal­li­nes Spei­se­salz aus der Regi­on des“ und dar­un­ter die farb­lich und räum­lich abge­setz­te her­vor­ge­ho­be­ne Anga­be „Hima­la­ya“. In der im nach­fol­gen­den Fließ­text der Inter­net­prä­sen­ta­ti­on ent­hal­te­nen Pro­dukt­be­schrei­bung hieß es dann: „Kris­tal­li­nes Spei­se­salz aus der Regi­on des Hima­la­ya ist cir­ca 250 Mil­lio­nen Jah­re alt. Das Salz wird tra­di­tio­nell abge­baut und von Hand selek­tiert. Gön­nen Sie Ihrem Kör­per das Bes­te aus der Natur. Kris­tal­li­nes Salz aus dem Hima­la­ya ohne Ver­wen­dung von Zusatz­stof­fen.“. Tat­säch­lich wur­de das so bewor­be­ne Salz nicht im Hima­la­ya-Hoch­ge­birgs­mas­siv, son­dern in der Salt Ran­ge, einer Mit­tel­ge­birgs­ket­te in der paki­sta­ni­schen Pro­vinz Pun­jab, abge­baut. Der Bun­des­ge­richts­hof bejah­te den Unter­las­sungs­an­spruch eines Wett­be­werbs­ver­ban­des:

Nach § 128 Abs. 1 Satz 1, § 126 Abs. 1, § 127 Abs. 1 Mar­kenG kann der­je­ni­ge, der eine geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­be im Sin­ne von § 126 Mar­kenG im geschäft­li­chen Ver­kehr für Waren benutzt, die nicht aus dem Gebiet stam­men, das durch die geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­be bezeich­net wird, von den nach § 8 Abs. 3 UWG zur Gel­tend­ma­chung von Ansprü­chen Berech­tig­ten bei Wie­der­ho­lungs­ge­fahr auf Unter­las­sung in Anspruch genom­men wer­den, wenn bei der Benut­zung eine Gefahr der Irre­füh­rung über die geo­gra­fi­sche Her­kunft besteht. Das Beru­fungs­ge­richt hat rechts­feh­ler­frei ange­nom­men, dass die­se Vor­aus­set­zun­gen im Streit­fall erfüllt sind.

Die Bestim­mung des § 127 Abs. 1 Mar­kenG, nach der geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­ben im geschäft­li­chen Ver­kehr nicht für Waren oder Dienst­leis­tun­gen benutzt wer­den dür­fen, die nicht aus dem Ort, der Gegend, dem Gebiet oder dem Land stam­men, das durch die geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­be bezeich­net wird, wenn bei der Benut­zung sol­cher Namen, Anga­ben oder Zei­chen für Waren oder Dienst­leis­tun­gen ande­rer Her­kunft eine Gefahr der Irre­füh­rung über die geo­gra­fi­sche Her­kunft besteht, sieht für geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­ben einen nicht lau­ter­keits­recht­lich, son­dern kenn­zei­chen­recht­lich begrün­de­ten Schutz vor.

Vor Inkraft­tre­ten des Mar­ken­ge­set­zes war der Schutz geo­gra­fi­scher Her­kunfts­an­ga­ben vor einer irre­füh­ren­den Benut­zung und gegen Ruf­an­leh­nung und aus­beu­tung rein wett­be­werbs­recht­lich begrün­det [2]. Von die­ser Sicht­wei­se sind die Recht­spre­chung und ein Teil des Schrift­tums im Anschluss an den wett­be­werbs­recht­lich ver­an­ker­ten Schutz geo­gra­fi­scher Her­kunfts­an­ga­ben auch nach Inkraft­tre­ten des Mar­ken­ge­set­zes aus­ge­gan­gen. Danach ver­mit­teln geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­ben im Sin­ne von § 1 Nr. 3, § 126 Mar­kenG unge­ach­tet der Auf­nah­me der in den §§ 126 ff. Mar­kenG ent­hal­te­nen Rege­lun­gen über den Schutz sol­cher Anga­ben in das Mar­ken­ge­setz wegen ihrer feh­len­den Zuord­nung zu einem Rechts­trä­ger, ihrer von den §§ 14 und 15 Mar­kenG abwei­chen­den Nor­men­struk­tur und der gemäß § 128 Abs. 1 Mar­kenG in Ver­bin­dung mit § 8 Abs. 3 UWG lau­ter­keits­recht­lich aus­ge­stal­te­ten Aktiv­le­gi­ti­ma­ti­on sowie der bei ihnen feh­len­den Mög­lich­keit einer Lizen­zie­rung kei­nen imma­te­ri­al­gü­ter­recht­li­chen, son­dern ledig­lich einen reflex­ar­ti­gen, sei­ner Natur nach lau­ter­keits­recht­li­chen Schutz [3].

Für die­se wett­be­werbs­recht­li­che Betrach­tungs­wei­se des Schut­zes geo­gra­fi­scher Her­kunfts­an­ga­ben besteht nach der Novel­lie­rung des Mar­ken­ge­set­zes durch das Gesetz zur Ver­bes­se­rung der Durch­set­zung von Rech­ten des geis­ti­gen Eigen­tums vom 07.07.2008 [1], das der Umset­zung der Richt­li­nie 2004/​48/​EG zur Durch­set­zung der Rech­te des geis­ti­gen Eigen­tums dient und am 1.09.2008 in Kraft getre­ten ist, kei­ne Ver­an­las­sung mehr. Viel­mehr hat sich der Schutz geo­gra­fi­scher Her­kunfts­an­ga­ben nach dem Mar­ken­ge­setz zu einem kenn­zei­chen­recht­li­chen Schutz fort­ent­wi­ckelt [4]. Danach bestehen gemäß § 128 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 Satz 3 Mar­kenG nun­mehr auch bei geo­gra­fi­schen Her­kunfts­an­ga­ben die in den §§ 18 bis 19c Mar­kenG gere­gel­ten Ansprü­che auf Ver­nich­tung und Rück­ruf, Aus­kunfts­er­tei­lung, Vor­la­ge und Besich­ti­gung, Siche­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen und Urteils­be­kannt­ma­chung. Anders als im Wett­be­werbs­recht steht der Scha­dens­er­satz­an­spruch nicht dem Mit­be­wer­ber, son­dern dem berech­tig­ten Nut­zer der geo­gra­fi­schen Her­kunfts­an­ga­be zu. Die­ser muss kei­nes­wegs Mit­be­wer­ber des Ver­let­zers sein [5]. Mit der Anknüp­fung an den berech­tig­ten Nut­zer statt an den Mit­be­wer­ber hat der Gesetz­ge­ber einen eher kenn­zei­chen­recht­li­chen als einen lau­ter­keits­recht­li­chen Ansatz gewählt. Wei­ter­hin kann nach § 128 Abs. 2 Satz 2 Mar­kenG bei der Bemes­sung des im Fal­le einer schuld­haf­ten Zuwi­der­hand­lung zu leis­ten­den Scha­dens­er­sat­zes mitt­ler­wei­le der Gewinn berück­sich­tigt wer­den, den der Ver­let­zer durch sein Ver­hal­ten erzielt hat. Über­dies hat der Uni­ons­ge­setz­ge­ber in Art. 4 Buchst. b der Ver­ord­nung (EU) Nr. 1151/​2012 über Qua­li­täts­re­ge­lun­gen für Agrar­er­zeug­nis­se und Lebens­mit­tel im Hin­blick auf die dort durch das Uni­ons­recht geschütz­ten Ursprungs­be­zeich­nun­gen und geo­gra­fi­schen Anga­ben für sol­che Pro­duk­te aner­kannt, dass die­se Bezeich­nun­gen und Anga­ben Rech­te des geis­ti­gen Eigen­tums sind, obwohl sie nach Art. 12 Abs. 1 der Ver­ord­nung (EU) Nr. 1151/​2012 von jedem Wirt­schafts­be­tei­lig­ten ver­wen­det wer­den dür­fen, der ein Pro­dukt ver­mark­tet, das der betref­fen­den Pro­dukt­spe­zi­fi­ka­ti­on ent­spricht, und dass ihre Rechts­na­tur eine Lizen­zie­rung aus­schließt. Dies ent­spricht der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on, der geo­gra­fi­sche Anga­ben als gewerb­li­ches und kom­mer­zi­el­les Eigen­tum im Sin­ne von Art. 36 Satz 1 AEUV ansieht [6].

Die danach gebo­te­ne geän­der­te Sicht­wei­se steht nicht in Wider­spruch zum Uni­ons­recht.

Nach der Bestim­mung des Art. 6 Abs. 1 Buchst. b der Richt­li­nie 2005/​29/​EG über unlau­te­re Geschäfts­prak­ti­ken, die in § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 UWG in deut­sches Recht umge­setzt wor­den ist, gilt eine Geschäfts­pra­xis unter ande­rem als irre­füh­rend, wenn sie den Durch­schnitts­ver­brau­cher in Bezug auf die geo­gra­fi­sche Her­kunft des Pro­dukts täuscht oder zu täu­schen geeig­net ist und ihn tat­säch­lich oder vor­aus­sicht­lich zu einer geschäft­li­chen Ent­schei­dung ver­an­lasst, die er ansons­ten nicht getrof­fen hät­te. Da die Regeln über unlau­te­re Geschäfts­prak­ti­ken von Unter­neh­men gegen­über Ver­brau­chern mit der Richt­li­nie 2005/​29/​EG auf Uni­ons­ebe­ne voll­stän­dig har­mo­ni­siert wor­den sind, dür­fen die Mit­glied­staa­ten in deren Anwen­dungs­be­reich selbst dann kei­ne stren­ge­ren als die in der Richt­li­nie fest­ge­leg­ten Maß­nah­men erlas­sen, wenn sie ein höhe­res Ver­brau­cher­schutz­ni­veau bezwe­cken [7]. Die Richt­li­nie 2005/​29/​EG lässt jedoch nach ihrem Erwä­gungs­grund 9 Satz 2 die natio­na­len Vor­schrif­ten zum Schutz des geis­ti­gen Eigen­tums unbe­rührt. Ob dar­aus folgt, dass für geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­ben im Sin­ne von § 126 Abs. 1, § 127 Abs. 1 Mar­kenG ein über den all­ge­mei­nen Irre­füh­rungs­schutz nach Art. 6 und 7 der Richt­li­nie 2005/​29/​EG und §§ 5, 5a UWG lie­gen­des Schutz­ni­veau bestehen kann [8], braucht im Streit­fall nicht ent­schie­den zu wer­den.

Die Vor­schrift des § 127 Abs. 1 Mar­kenG steht auch in Ein­klang mit den uni­ons­recht­li­chen Bestim­mun­gen über den Schutz geo­gra­fi­scher Anga­ben und Ursprungs­be­zeich­nun­gen für Agrar­er­zeug­nis­se und Lebens­mit­tel.

Die­ser Schutz war im Zeit­punkt der bean­stan­de­ten Wer­bung im Dezem­ber 2011 in der Ver­ord­nung (EG) Nr. 510/​2006 zum Schutz von geo­gra­fi­schen Anga­ben und Ursprungs­be­zeich­nun­gen für Agrar­er­zeug­nis­se und Lebens­mit­tel gere­gelt, die nach ihrem Arti­kel 20 Unter­ab­satz 2 seit dem 1.05.2009 gegol­ten hat und an deren Stel­le die Ver­ord­nung (EU) Nr. 1151/​2012 über Qua­li­täts­re­ge­lun­gen für Agrar­er­zeug­nis­se und Lebens­mit­tel getre­ten ist. Nach dem Erwä­gungs­grund 8 der Ver­ord­nung (EG) Nr. 510/​2006 soll­te der Gel­tungs­be­reich die­ser Ver­ord­nung grund­sätz­lich auf Agrar­er­zeug­nis­se und Lebens­mit­tel begrenzt sein, bei denen ein Zusam­men­hang zwi­schen den Eigen­schaf­ten der Pro­duk­te und ihrem geo­gra­fi­schen Ursprung besteht. Nach Art. 2 Abs. 1 Buchst. b die­ser Ver­ord­nung bedeu­tet „geo­gra­fi­sche Anga­be“ den Namen einer Gegend, eines bestimm­ten Ortes oder in Aus­nah­me­fäl­len eines Lan­des, der zur Bezeich­nung eines Agrar­er­zeug­nis­ses oder eines Lebens­mit­tels dient, das aus die­ser Gegend, die­sem bestimm­ten Ort oder die­sem Land stammt und bei dem sich eine bestimm­te Qua­li­tät, das Anse­hen oder eine ande­re Eigen­schaft aus die­sem geo­gra­fi­schen Ursprung ergibt und das in dem abge­grenz­ten geo­gra­fi­schen Gebiet erzeugt, ver­ar­bei­tet bezie­hungs­wei­se her­ge­stellt wur­de.

Die dort bestimm­te Schutz­re­ge­lung beschränkt sich auf Bezeich­nun­gen für Erzeug­nis­se, bei denen ein beson­de­rer Zusam­men­hang zwi­schen ihren Eigen­schaf­ten und ihrer geo­gra­fi­schen Her­kunft besteht. Folg­lich fal­len geo­gra­fi­sche Ursprungs­be­zeich­nun­gen, die nur dazu die­nen, die geo­gra­fi­sche Her­kunft eines Erzeug­nis­ses her­aus­zu­stel­len, unab­hän­gig von des­sen beson­de­ren Eigen­schaf­ten nicht in den Gel­tungs­be­reich der Ver­ord­nung (EG) Nr. 510/​2006 [9]. Der durch eine natio­na­le Rege­lung gewähr­te Schutz darf wei­ter­hin nicht die Zie­le der uni­ons­recht­li­chen Rege­lung beein­träch­ti­gen und daher nicht bewir­ken, dass den Ver­brau­chern garan­tiert wird, dass die die­sen Schutz genie­ßen­den Erzeug­nis­se eine bestimm­te Qua­li­tät oder Eigen­schaft auf­wei­sen, son­dern nur, dass die Her­kunft die­ser Erzeug­nis­se aus dem betref­fen­den geo­gra­fi­schen Gebiet garan­tiert ist [10]. Die­se Vor­aus­set­zung erfüllt die Bestim­mung des § 127 Abs. 1 Mar­kenG, wenn sie uni­ons­rechts­kon­form dahin­ge­hend so aus­ge­legt wird, dass bei der Beur­tei­lung der Fra­ge, ob eine Gefahr der Irre­füh­rung über die geo­gra­fi­sche Her­kunft des Pro­dukts besteht, bei Agrar­er­zeug­nis­sen und Lebens­mit­teln mit der geo­gra­fi­schen Her­kunft etwa ver­bun­de­ne beson­de­re Qua­li­täts- oder Eigen­schafts­vor­stel­lun­gen unbe­rück­sich­tigt blei­ben.

Das Ober­lan­des­ge­richt Köln [11] hat in der Vor­in­stanz rechts­feh­ler­frei ange­nom­men, die ange­spro­che­nen Ver­kehrs­krei­se ent­näh­men der Anga­be „Hima­la­ya Salz“, dass das so bezeich­ne­te Pro­dukt im Bereich des Hima­la­ya-Mas­sivs abge­baut wer­de. Mit ihrer Rüge, das Ver­kehrs­ver­ständ­nis des Durch­schnitts­ver­brau­chers umfas­se schon wegen sei­ner nicht all­zu hoch anzu­set­zen­den geo­gra­fi­schen Kennt­nis­se hin­sicht­lich fern­ab lie­gen­der Gebirgs­zü­ge erfah­rungs­ge­mäß auch Gebirgs­aus­läu­fer des Hima­la­ya, zu denen das allen­falls 200 km vom eigent­li­chen Hima­la­ya-Mas­siv ent­fernt lie­gen­de Salz­ab­bau­ge­biet der Salt Ran­ge gehö­re, dringt die Händ­le­rin nicht durch. Sie setzt damit ledig­lich in revi­si­ons­recht­lich unzu­läs­si­ger Wei­se ihre eige­ne Sicht der Din­ge an die Stel­le der vom Beru­fungs­ge­richt in tatrich­ter­li­cher Wür­di­gung des Sach­ver­halts vor­ge­nom­me­nen Beur­tei­lung. Das­sel­be gilt für die Rüge der Revi­si­on, der Vor­stel­lung, das bewor­be­ne Stein­salz stam­me unmit­tel­bar aus dem Hima­la­ya-Hoch­ge­birgs­mas­siv, ste­he die unbe­strit­te­ne und als Erfah­rungs­satz den Ver­brau­cher­ho­ri­zont jeden­falls mit­be­stim­men­de Tat­sa­che ent­ge­gen, dass es von dort über­haupt kein Stein­salz geben kön­ne.

Das Ober­lan­des­ge­richt Köln hat fest­ge­stellt, der Ver­brau­cher möge die neben der Über­schrift ein­ge­blen­de­te far­bi­ge Pro­dukt­ver­pa­ckung als bild­li­che Ver­an­schau­li­chung des bezeich­ne­ten Pro­dukts der her­aus­ge­stell­ten Über­sicht zuord­nen, so dass die Abbil­dung am Blick­fang der streit­ge­gen­ständ­li­chen Pro­dukt­be­zeich­nung teil­ha­be. Bei situa­ti­ons­ad­äquat flüch­ti­ger Betrach­tung wer­de er jedoch allein die in etwa gleich gro­ßen Buch­sta­ben gehal­te­nen Anga­ben „Kris­tall­salz“ und „Hima­la­ya“, nicht dage­gen den im Ver­hält­nis dazu deut­lich klei­ne­ren, nur bei auf­merk­sa­mem geziel­tem Stu­di­um les­ba­ren und von der nach­fol­gen­den Bezeich­nung „Hima­la­ya“ farb­lich und räum­lich abge­setz­ten Ein­schub „kris­tal­li­nes Salz aus der Regi­on des“ wahr­neh­men. Eine Fehl­vor­stel­lung des Ver­brau­chers über das Abbau­ge­biet des bewor­be­nen Sal­zes sei auch nicht durch die nach­fol­gen­de Pro­dukt­be­schrei­bung aus­ge­schlos­sen, weil der dort ent­hal­te­ne Hin­weis „Kris­tal­li­nes Salz aus der Regi­on des Hima­la­ya“ der blick­fang­mä­ßi­gen Pro­dukt­über­schrift nicht unmit­tel­bar zuge­ord­net sei.

Das Beru­fungs­ge­richt ist bei die­ser Beur­tei­lung nicht von einem über­hol­ten Ver­brau­cher­leit­bild aus­ge­gan­gen. Aus dem Gesamt­zu­sam­men­hang, in dem die bean­stan­de­ten Aus­füh­run­gen ste­hen, ergibt sich, dass das Beru­fungs­ge­richt ange­nom­men hat, der ange­mes­sen infor­mier­te und auf­merk­sa­me Durch­schnitts­ver­brau­cher wer­de bei situa­ti­ons­ad­äqua­ter Auf­merk­sam­keit neben den Anga­ben „Kris­tall­salz“ und „Hima­la­ya“ den im Ver­hält­nis dazu deut­lich klei­ne­ren, nur bei auf­merk­sa­mem geziel­tem Stu­di­um les­ba­ren und von der nach­fol­gen­den Bezeich­nung „Hima­la­ya“ farb­lich und räum­lich abge­setz­ten Ein­schub „kris­tal­li­nes Salz aus der Regi­on des“ nicht wahr­neh­men. Es ist nicht ersicht­lich, dass das Beru­fungs­ge­richt, des­sen Mit­glie­der zu den mit dem Wer­be­an­ge­bot der Händ­le­rin im Inter­net ange­spro­che­nen Ver­kehrs­krei­sen zäh­len, bei sei­ner Beur­tei­lung unbe­rück­sich­tigt gelas­sen hat, dass Kauf­an­ge­bo­te im Inter­net grund­sätz­lich durch­aus auf­merk­sam geprüft wer­den.

Das Beru­fungs­ge­richt hat wei­ter­hin rechts­feh­ler­frei ange­nom­men, eine Fehl­vor­stel­lung des Ver­brau­chers über das Abbau­ge­biet des bewor­be­nen Sal­zes sei nicht durch die nach­fol­gen­de Pro­dukt­be­schrei­bung aus­ge­schlos­sen. In die­sem Zusam­men­hang hat es mit Recht berück­sich­tigt, dass der Hin­weis „Kris­tal­li­nes Salz aus der Regi­on des Hima­la­ya“ der blick­fang­mä­ßi­gen Pro­dukt­über­schrift nicht unmit­tel­bar zuge­ord­net ist. Die­se Sicht­wei­se steht in Ein­klang mit der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs, wonach in Fäl­len, in denen der Blick­fang für sich genom­men eine feh­ler­haf­te Vor­stel­lung ver­mit­telt, der dadurch ver­an­lass­te Irr­tum regel­mä­ßig durch einen kla­ren und unmiss­ver­ständ­li­chen Hin­weis aus­ge­schlos­sen wer­den muss, der selbst am Blick­fang teil­hat [12]. Das Beru­fungs­ge­richt hat daher zu Recht mit berück­sich­tigt, dass sich für den Ver­brau­cher aus der einer­seits den Hin­weis „aus der Regi­on des Hima­la­ya“ und ande­rer­seits die Anga­be „aus dem Hima­la­ya“ ent­hal­ten­den und damit ambi­va­len­ten Pro­dukt­be­schrei­bung nicht klar und unmiss­ver­ständ­lich ergibt, dass das bewor­be­ne Salz nicht aus dem Gebiet des Hima­la­ya-Mas­sivs, son­dern aus einer davon deut­lich ent­fern­ten und räum­lich abge­grenz­ten Gebirgs­ket­te stammt.

Dem vom Wett­be­werbs­ver­ein begehr­ten Ver­bot steht fer­ner nicht ent­ge­gen, dass das Salz­ab­bau­ge­biet der Salt Ran­ge nach den wis­sen­schaft­li­chen Kri­te­ri­en der Geo­lo­gie oder der Geo­gra­fie mög­li­cher­wei­se dem Hima­la­ya zuzu­rech­nen und daher im Revi­si­ons­ver­fah­ren die Rich­tig­keit der bean­stan­de­ten Wer­be­aus­sa­ge nicht aus­zu­schlie­ßen ist.

Das Beru­fungs­ge­richt hat ange­nom­men, eine objek­tiv zutref­fen­de, aber vom Ver­kehr falsch ver­stan­de­ne Anga­be kön­ne zwar nur als irre­füh­rend unter­sagt wer­den, wenn das Inter­es­se des Ver­brau­chers, nicht über die Her­kunft des Pro­dukts in die Irre geführt zu wer­den, gegen­über dem Inter­es­se des Wer­ben­den an der Nut­zung der geo­gra­fi­schen Her­kunfts­an­ga­be über­wiegt.

Dies sei vor­lie­gend jedoch der Fall. Der Händ­le­rin sei es ohne wei­te­res mög­lich und zumut­bar, einer Irre­füh­rung durch eine deut­li­che­re Beschrei­bung des Gebiets, in dem das Salz gewon­nen wer­de, oder durch die nach ihren eige­nen Anga­ben eben­so gebräuch­li­che Ver­wen­dung der Bezeich­nun­gen „Kai­ser­salz“ oder „Alex­an­der­salz“ ent­ge­gen­zu­wir­ken.

Die Händ­le­rin rügt ohne Erfolg, das Beru­fungs­ge­richt hät­te danach Fest­stel­lun­gen zum Grad der Irre­füh­rungs­ge­fahr tref­fen müs­sen, da die­se bei unrich­ti­gem Ver­kehrs­ver­ständ­nis einer objek­tiv rich­ti­gen Anga­be deut­lich erhöht sein müs­se.

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zum Lau­ter­keits­recht ist aller­dings in Fäl­len, in denen die Täu­schung des Ver­kehrs ledig­lich auf dem Ver­ständ­nis einer an sich zutref­fen­den Anga­be beruht, für die Beja­hung einer Irre­füh­rungs­ge­fahr neben einer Inter­es­sen­ab­wä­gung grund­sätz­lich auch eine höhe­re Irre­füh­rungs­quo­te erfor­der­lich als bei einer Täu­schung mit objek­tiv unrich­ti­gen Anga­ben [13].

Ob hier­von auch für den Schutz gegen Irre­füh­rung nach § 127 Abs. 1 Mar­kenG aus­zu­ge­hen ist, kann offen­blei­ben. Das Beru­fungs­ge­richt hat der Beur­tei­lung des Ver­kehrs­ver­ständ­nis­ses die Sicht eines ver­stän­di­gen, situa­ti­ons­ad­äquat auf­merk­sa­men Durch­schnitts­ver­brau­chers zugrun­de gelegt und ange­nom­men, die­ser wer­de irre­ge­führt. Dass die damit ver­bun­de­ne Irre­füh­rungs­quo­te eines erheb­li­chen Teils des ange­spro­che­nen Publi­kums nicht aus­reicht, ist nicht ersicht­lich.

Das Beru­fungs­ge­richt hat ange­nom­men, im Streit­fall über­wie­ge das Inter­es­se des Ver­brau­chers, nicht über die Her­kunft des Pro­dukts in die Irre geführt zu wer­den, das Inter­es­se der Händ­le­rin an der Nut­zung der geo­gra­fi­schen Her­kunfts­an­ga­be, weil die Händ­le­rin mög­li­chen Fehl­vor­stel­lun­gen des Ver­brau­chers ohne wei­te­res dadurch ent­ge­gen­wir­ken kön­ne, dass sie das Gebiet der Salz­ge­win­nung deut­li­cher etwa durch vor­ran­gi­ge Her­aus­stel­lung der Salt Ran­ge umschrei­be oder ande­re gebräuch­li­che Bezeich­nun­gen ver­wen­de. Die­se Beur­tei­lung hält der recht­li­chen Nach­prü­fung stand.

Die Händ­le­rin rügt, das Beru­fungs­ge­richt habe bei sei­ner Inter­es­sen­ab­wä­gung nicht berück­sich­tigt, dass das in der Salt Ran­ge abge­bau­te Salz auf dem deut­schen Markt durch­gän­gig als „Hima­la­ya Salz“ ver­trie­ben wer­de. Sie kann sich inso­weit aber nicht auf ent­spre­chen­de Fest­stel­lun­gen im Beru­fungs­ur­teil stüt­zen und macht auch nicht gel­tend, das Beru­fungs­ge­richt habe Vor­trag der Händ­le­rin unbe­rück­sich­tigt gelas­sen. Das­sel­be gilt für die Behaup­tung der Revi­si­on, es käme allen­falls zu einer Ver­wir­rung der Ver­brau­cher hin­sicht­lich der Pro­dukt­be­zeich­nun­gen, wenn ein­zig die Händ­le­rin auf die Bezeich­nung „Kai­ser­salz“ oder „Alex­an­der­salz“ aus­wei­chen müss­te.

Die Händ­le­rin macht fer­ner ohne Erfolg gel­tend, die Händ­le­rin habe bereits mit ihrem Hin­weis in der Pro­dukt­dar­stel­lung und Pro­dukt­be­schrei­bung für eine Klar­stel­lung Sor­ge getra­gen. Nach den vor­ste­hen­den Aus­füh­run­gen kann nicht ange­nom­men wer­den, der Ver­brau­cher wer­de die von der Händ­le­rin ange­führ­ten Anga­ben in einer die Irre­füh­rung aus­schlie­ßen­den Wei­se zur Kennt­nis neh­men [14].

Kei­nen Erfolg hat des Wei­te­ren die Rüge der Revi­si­on, das Beru­fungs­ge­richt hät­te bei der Abwä­gung der wider­strei­ten­den Inter­es­sen berück­sich­ti­gen müs­sen, dass die durch die bean­stan­de­te Wer­bung der Händ­le­rin ver­ur­sach­te Fehl­vor­stel­lung für die Ver­brau­cher­ent­schei­dung jeden­falls nur von gerin­gem Gewicht sei. Von einem nur gerin­gen Gewicht der durch die geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­be her­vor­ge­ru­fe­nen Fehl­vor­stel­lung kann regel­mä­ßig – so auch im vor­lie­gen­den Fall – nicht aus­ge­gan­gen wer­den [15].

Das Beru­fungs­ge­richt hat bei sei­ner Beur­tei­lung ent­ge­gen dem Vor­brin­gen der Händ­le­rin auch nicht die Aus­wir­kun­gen des vom Land­ge­richt aus­ge­spro­che­nen und von ihm in modi­fi­zier­ter Form bestä­tig­ten Ver­bots unbe­rück­sich­tigt gelas­sen. Es hat fest­ge­stellt, die Händ­le­rin kön­ne den bei den Ver­brau­chern durch ihre Wer­bung erweck­ten Fehl­vor­stel­lun­gen ohne wei­te­res durch auf­klä­ren­de Zusät­ze oder durch Ver­wen­dung einer ande­ren gebräuch­li­chen Pro­dukt­be­zeich­nung ent­ge­gen­wir­ken.

Das Beru­fungs­ge­richt hat zu Recht auch die Rele­vanz der Irre­füh­rung für den Kauf­ent­schluss bejaht. Ob es im Zusam­men­hang mit dem Schutz geo­gra­fi­scher Her­kunfts­an­ga­ben nach § 127 Abs. 1 Mar­kenG auf die­ses Rele­vanz­kri­te­ri­um ankommt, braucht eben­falls nicht ent­schie­den zu wer­den. Da geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­ben ein wesent­li­ches werb­li­ches Kenn­zeich­nungs­mit­tel sind, bedarf es regel­mä­ßig beson­de­rer Grün­de für die Annah­me, dass eine irre­füh­ren­de geo­gra­fi­sche Her­kunfts­an­ga­be für den Kauf­ent­schluss des getäusch­ten Publi­kums ohne Bedeu­tung ist [16]. Sol­che Grün­de sind vom Beru­fungs­ge­richt nicht fest­ge­stellt und auch sonst nicht ersicht­lich.

Die Händ­le­rin kann dem gegen sie gel­tend gemach­ten Unter­las­sungs­an­spruch nicht mit Erfolg ent­ge­gen­hal­ten, sie habe bei der bean­stan­de­ten Wer­bung die ihr oblie­gen­de fach­li­che Sorg­falt beach­tet. Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat nach Erlass des vor­lie­gend mit der Händ­le­rin ange­foch­te­nen Beru­fungs­ur­teils ent­schie­den, dass bei einer Geschäfts­pra­xis, die alle in Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2005/​29/​EG über unlau­te­re Geschäfts­prak­ti­ken genann­ten Vor­aus­set­zun­gen für eine Ein­stu­fung als den Ver­brau­cher irre­füh­ren­de Pra­xis erfüllt, nicht mehr geprüft zu wer­den braucht, ob eine sol­che Pra­xis auch den Erfor­der­nis­sen der beruf­li­chen Sorg­falt im Sin­ne von Art. 5 Abs. 2 Buchst. a der Richt­li­nie wider­spricht, um sie als unlau­ter und damit nach Art. 5 Abs. 1 der Richt­li­nie ver­bo­ten anse­hen zu kön­nen [17]. Für den Schutz geo­gra­fi­scher Her­kunfts­an­ga­ben nach § 126 Abs. 1, § 127 Abs. 1 Mar­kenG gilt jeden­falls kein stren­ge­rer Maß­stab.

Die Haf­tung des Unter­neh­mens­in­ha­bers für Ange­stell­te und Beauf­trag­te bei einer Ver­let­zung geo­gra­fi­scher Her­kunfts-anga­ben folgt aus § 128 Abs. 3 in Ver­bin­dung mit § 14 Abs. 7 Mar­kenG.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 31. März 2016 – I ZR 86/​13

  1. BGBl. I, S. 1191[][]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 06.06.1980 – I ZR 97/​78, GRUR 1981, 71, 73 = WRP 1981, 18 – Lübe­cker Mar­zi­pan; Urteil vom 04.06.1987 – I ZR 109/​85, GRUR 1988, 453, 455 = WRP 1988, 25 – Ein Cham­pa­gner unter den Mine­ral­wäs­sern[]
  3. vgl. nur BGH, Urteil vom 02.07.1998 – I ZR 55/​96, BGHZ 139, 138, 139 f. – War­stei­ner II; Urteil vom 25.01.2001 – I ZR 120/​98, GRUR 2001, 420, 422 = WRP 2001, 546 – SPA; OLG Karls­ru­he, GRUR-RR 2013, 327, 328; OLG Stutt­gart, GRUR-RR 2014, 251 253; Ingerl/​Rohnke, Mar­kenG, 3. Aufl., Vor §§ 126 bis 139 Rn. 1; Born­kamm in Köhler/​Bornkamm, UWG, 34. Aufl., § 5 Rn.04.203; MünchKomm-.UWG/Busche, 2. Aufl., § 5 Rn. 692; Sos­nitza in Ohly/​Sosnitza, UWG, 6. Aufl., § 5 Rn. 327; ders. in Fest­schrift für Doep­ner, 2008, S. 63, 66 f.; Omsels, GRUR Int.2009, 971 ff., jeweils mwN[]
  4. vgl. Büscher in Büscher/​Dittmer/​Schiwy, Gewerb­li­cher Rechts­schutz Urhe­ber­recht Medi­en­recht, 3. Aufl., § 126 Mar­kenG Rn. 18; vgl. auch Fezer, Mar­ken­recht, 4. Aufl., § 126 Mar­kenG Rn. 4 bis 8; Hacker in Ströbele/​Hacker, Mar­ken­ge­setz, 11. Aufl., § 126 Rn. 6 bis 9; Lan­ge, Mar­ken- und Kenn­zei­chen­recht, 2. Aufl., Rn. 116; Knaak, GRUR 1995, 103, 104 f.; Loschel­der, Mar­kenR 2015, 225, 226 f.; ders. in Fest­schrift Ahrens, 2016, S. 255, 261; Großkomm.UWG/Lindacher, 2. Aufl., Vor §§ 5, 5a Rn. 161; ders., jedoch zwi­schen ein­fa­chen und qua­li­fi­zier­ten geo­gra­fi­schen Her­kunfts­an­ga­ben dif­fe­ren­zie­rend in Fest­schrift Mül­ler-Graff, 2015, S. 649, 651; ähn­lich Dück, WRP 2011, 1107, 1111[]
  5. vgl. BGH, Urteil vom 28.06.2007 – I ZR 49/​04, BGHZ 173, 57 Rn. 34 bis 36 – Cam­bridge Insti­tu­te[]
  6. vgl. EuGH, Urteil vom 10.11.1992 – C3/​91, Slg. 1992, I5529 = GRUR Int.1993, 76 Rn. 37 f. – Expor­tur [Tur­rón de Ali­can­te]; Urteil vom 20.05.2003 – C469/​00, Slg. 2003, I5053 = GRUR 2003, 609 Rn. 49 – Gra­na Pada­no; Urteil vom 20.05.2003 – C108/​01, Slg. 2003, I5121 = GRUR 2003, 616 Rn. 64 – Pro­sciut­to di Par­ma[]
  7. EuGH, Urteil vom 10.07.2014 – C421/​12, GRUR-Int.2014, 964 Rn. 55 – Kommission/​Königreich Bel­gi­en, mwN[]
  8. vgl. dazu Hacker in Ströbele/​Hacker aaO § 127 Rn. 5; Loschel­der in Fest­schrift Ahrens, 2016, S. 255, 258[]
  9. vgl. EuGH, Urteil vom 08.05.2014 – C35/​13, GRUR 2014, 674 Rn. 29 f. = WRP 2014, 1044 – Sala­me Feli­no, mwN zu Erwä­gungs­grund 9 und Art. 2 Abs. 2 Buchst. b der Ver­ord­nung (EWG) Nr.2081/92 zum Schutz von geo­gra­fi­schen Anga­ben und Ursprungs­be­zeich­nun­gen für Agrar­er­zeug­nis­se und Lebens­mit­tel[]
  10. EuGH, GRUR 2014, 674 Rn. 34 – Sala­me Feli­no[]
  11. OLG Köln, Urteil vom 19.04.2013 – 6 U 192/​12, GRUR-RR 2014, 41[]
  12. BGH, Urteil vom 18.12 2014 – I ZR 129/​13, GRUR 2015, 398 Rn. 16 = WRP 2015, 851 Schlaf­zim­mer kom­plett[]
  13. vgl. nur BGH, Urteil vom 24.09.2013 – I ZR 219/​12, GRUR 2013, 1252 Rn. 17 = WRP 2013, 1582 Medi­zi­ni­sche Fuß­pfle­ge; Urteil vom 24.07.2014 – I ZR 53/​13, GRUR 2015, 286 Rn.20 = WRP 2015, 340 Spe­zia­list für Fami­li­en­recht, jeweils mwN[]
  14. vgl. auch EuGH, Urteil vom 04.06.2015 – C195/​14, GRUR 2015, 701 Rn. 37, 38 und 44 = WRP 2015, 847 – BVV/​Teekanne [Him­beer-Vanil­le-Aben­teu­er][]
  15. vgl. BGH, Urteil vom 30.07.2015 – I ZR 250/​12, WRP 2016, 331 Rn. 22 – Pia­di­na-Rück­ruf[]
  16. vgl. BGH, WRP 2016, 331 Rn. 22 – Pia­di­na-Rück­ruf[]
  17. EuGH, Urteil vom 19.09.2013 C435/​11, GRUR 2013, 1157 Rn. 35 ff., 48 = WRP 2014, 38 CHS Tour Ser­vices; Urteil vom 16.04.2015 – C388/​13, GRUR 2015, 600 Rn. 63 = WRP 2015, 698 – Unga­ri­sche Verbraucherschutzbehörde/​UPC[]