Kri­sen­be­ra­tung für baden-würt­tem­ber­gi­sche Unter­neh­men

Das Son­der­pro­gramm des baden-würt­tem­ber­gi­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums zur För­de­rung von Kri­sen­be­ra­tun­gen für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men wird im lau­fen­den Jahr 2010 wei­ter fort­ge­führt. Um klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men zu unter­stüt­zen, die vor dem Hin­ter­grund der Finanz- und Wirt­schafts­kri­se in wirt­schaft­li­che Pro­ble­me gera­ten sind, hat­te das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um im Jahr 2009 ein Pro­gramm zur För­de­rung von Kri­sen­be­ra­tun­gen auf­ge­legt. Im Rah­men des Pro­gramms haben die Unter­neh­men die Mög­lich­keit, kos­ten­güns­tig einen Bera­ter mit der Durch­füh­rung eines bis zu vier­tä­gi­gen Unter­neh­men­schecks zu beauf­tra­gen. Die geför­der­te Kurz­be­ra­tung kann etwa bei Liqui­di­täts­pro­ble­men zur Vor­be­rei­tung von Bank­ge­sprä­chen die­nen oder bei Kre­dit­an­trä­gen schnell Hil­fe­stel­lung leis­ten.

Kri­sen­be­ra­tung für baden-würt­tem­ber­gi­sche Unter­neh­men

Die­sen Bera­tungs­be­darf sieht das baden-würt­tem­ber­gi­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um trotz der angeb­li­chen kon­junk­tu­rel­len Erho­lung nach wie vor als gege­ben: Auf­grund der ver­zö­ger­ten Aus­wir­kung auf den Arbeits­markt sei in die­sem Jahr von einer eher schwa­chen Bin­nen­nach­fra­ge aus­zu­ge­hen. Des­halb sei damit zu rech­nen, dass ins­be­son­de­re klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men aus dem Hand­werk, dem Han­del oder der Gas­tro­no­mie im Jahr 2010 noch­mals Pro­ble­me bekom­men wer­den. Gera­de die­sen Unter­neh­men soll mit dem Kri­sen­be­ra­tungs­pro­gramm gehol­fen wer­den. Für das Son­der­pro­gramm Kri­sen­be­ra­tung stellt das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um für das Jahr 2010 aus Haus­halts­mit­teln 578.000 € bereit. Unter­neh­men erhal­ten dabei pro Bera­tungs­tag einen Zuschuss von 400 €. Geför­dert wer­den klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men mit Sitz in Baden-Würt­tem­berg, die weni­ger als 250 Beschäf­tig­te und einen Vor­jah­res­um­satz von höchs­tens 50 Mio. € oder eine Vor­jah­res­bi­lanz­sum­me von höchs­tens 43 Mio. € auf­wei­sen. Außer­dem muss es sich um Unter­neh­men han­deln, die mit wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten wie stei­gen­den Ver­lus­ten, sin­ken­den Umsät­zen oder wach­sen­den Lager­be­stän­den zu kämp­fen haben.

Geför­der­te Bera­tun­gen[↑]

Geför­dert wird die Bera­tung klei­ner und mitt­le­rer Unter­neh­men, die in der aktu­el­len Situa­ti­on in wirt­schaft­li­che Pro­ble­me gera­ten sind. Die Unter­neh­men kön­nen einen Bera­ter mit der Durch­füh­rung eines bis zu vier­tä­gi­gen Unter­neh­men­schecks beauf­tra­gen. Die geför­der­te Kurz­be­ra­tung kann etwa bei Liqui­di­täts­pro­ble­men zur Vor­be­rei­tung von Bank­ge­sprä­chen die­nen oder bei Kre­dit­an­trä­gen schnell Hil­fe­stel­lung leis­ten. Außer­dem kann die Bera­tung die Basis für eine Emp­feh­lung zur Durch­füh­rung eines Run­den Tisches bei einer Kam­mer dar­stel­len.

Das För­der­pro­gramm stellt auch eine Ergän­zung zu der so genann­ten Turn-Around-Bera­tung dar, die die Bun­des­re­gie­rung über die KfW-Mit­tel­stands­bank anbie­tet. Die KfW-Bera­tung ermög­licht im Fal­le einer Unter­neh­mens­kri­se eine län­ger­fris­ti­ge kos­ten­güns­ti­ge Betreu­ung durch einen exter­nen Exper­ten. Ergeb­nis der vom baden-würt­tem­ber­gi­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um geför­der­ten Kurz­be­ra­tung kann auch eine Schwach­stel­len­ana­ly­se sein, die der Turn-Around-Bera­tung der KfW-Mit­tel­stands­bank vor­ge­schal­tet sein muss.

Geför­der­te Unter­neh­men[↑]

Geför­dert wer­den klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men mit Sitz in Baden-Würt­tem­berg, die sich in einer Kris­te befin­den. Maß­ge­bend sind dabei auf­grund der bei­hil­fe­recht­li­chen EU-Vor­schrif­ten die aktu­el­le KMU-Defi­ni­ti­on der EU sowie die Leit­li­ni­en der EU für staat­li­che Bei­hil­fen zur Ret­tung und Umstruk­tu­rie­rung von Unter­neh­men in Schwie­rig­kei­ten.

Geför­dert wer­den

  • klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU)
    • mit weni­ger als 250 Beschäf­tig­te und
    • einem Jah­res­um­satz von höchs­tens 50 Mio. € oder
    • einer Jah­res­bi­lanz­sum­me von höchs­tens 43 Mio €,
  • die sich in wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten befin­den, die sich zei­gen durch
    • stei­gen­de Ver­lus­te,
    • sin­ken­den Umsät­ze,
    • wach­sen­de Lager­be­stän­de,
    • Über­ka­pa­zi­tä­ten,
    • ver­min­der­ter Cash-flow,
    • zuneh­men­de Ver­schul­dung und Zins­be­las­tung,
    • Abnah­me oder Ver­lust des Rein­ver­mö­gens­wer­tes.

För­der­be­trag[↑]

Unter­neh­men erhal­ten für maxi­mal vier Bera­tungs­ta­ge einen Zuschuss von 400 € pro Bera­tungs­tag, maxi­mal für vier Tage.

Durch­füh­ren­de Bera­tungs­un­ter­neh­men[↑]

Die Kri­sen­be­ra­tung wird durch die Bera­tungs­ein­rich­ti­gun­gen der Kam­mern und Berufs­ver­bän­de geleis­tet, namet­lich durch

Unter­neh­men, die an einer Kri­sen­be­ra­tung inter­es­siert sind, kön­nen sich direkt an die­se Ein­rich­tun­gen wen­den.

Eine Über­sicht über die­ses und wei­te­re För­der­pro­gram­me für baden-würt­tem­ber­gi­sche Unter­neh­men fin­den sich im Inter­net­auf­tritt des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums Baden-Würt­tem­berg.