Befunderhebungsfehler – und die Darlegungslast des Patienten im Arzthaftungsprozess

An die Substantiierungspflichten der Parteien im Arzthaftungsprozess sind maßvolle und verständige Anforderungen zu stellen. Vom Patienten kann regelmäßig keine genaue Kenntnis der medizinischen Vorgänge erwartet und gefordert werden.

Befunderhebungsfehler – und die Darlegungslast des Patienten im Arzthaftungsprozess

Der Patient und sein Prozessbevollmächtigter sind insbesondere nicht verpflichtet, sich zur ordnungsgemäßen Prozessführung medizinisches Fachwissen anzueignen.

Vielmehr darf sich die Partei auf Vortrag beschränken, der die Vermutung eines fehlerhaften Verhaltens des Arztes aufgrund der Folgen für den Patienten gestattet1.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 24. Februar 2015 – VI ZR 106/13

  1. vgl. BGH, Urteil vom 08.06.2004 – VI ZR 199/03, BGHZ 159, 245, 252 []