Best­mög­li­che Lea­sing-Ver­wer­tung

Ein Lea­sing­ge­ber genügt sei­ner Pflicht zur best­mög­li­chen Ver­wer­tung eines Lea­sing­ge­gen­stands, wenn er den Lea­sing­ge­gen­stand dem Lea­sing­neh­mer nach Ein­ho­lung eines Schätz­gut­ach­tens zum Schätz­wert anbie­tet. Er muss dem Lea­sing­ge­ber dabei nach Ansicht des OLG Stutt­gart aber nur das Ergeb­nis des Gut­ach­tens mit­tei­len, nicht aber auch das Gut­ach­ten selbst zu über­sen­den.

Best­mög­li­che Lea­sing-Ver­wer­tung

Jeden­falls dann, wenn der Lea­sing­neh­mer weiß, dass das Schätz­gut­ach­ten einen zu nied­ri­gen Preis aus­weist, erfüllt der Lea­sing­ge­ber durch das Ange­bot zum Schätz­wert selbst dann sei­ne Pflicht zur best­mög­li­chen Ver­wer­tung, wenn er den zu gerin­gen Schätz­wert zu ver­tre­ten hat.

Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 29.05.2007 – 6 U 45/​07